← ZurückZoom = Anthropic

Zoom = Anthropic

OAWS Redaktion29. Mai 20262 Min

2023 hat Zoom über seinen Investmentarm knapp 50 Mio. $ in Anthropic gesteckt. Damals lag die Bewertung bei 5 Mrd. $. Heute ist nur der Anteil rund 3 Mrd. $ wert.

Zieht man den Anthropic-Anteil und die 8 Mrd. $ Nettocash vom fast 30 Mrd. $ Börsenwert ab, wird das operative Geschäft nur mit dem 15-Fachen vom operativen Gewinn bewertet. Dabei ist der über die letzten drei Jahre mit im Schnitt 50% gestiegen.

Margenhebel: Die operative Marge hat sich auf 24% verdoppelt, unter anderem durch einen Stellenabbau von 15% Anfang 2023, weniger Aktienpakete und günstigeren Partnervertrieb. Der Umsatz ist mit 4% pro Jahr nur leicht auf 5 Mrd. $ gewachsen.

Neue Produkte: Zoom Phone, ein KI-Assistent (über die Anthropic-Partnerschaft) und Software für Kundenserviceteams wachsen zweistellig. Laut Morningstar gewinnt Zoom hier Marktanteile.

Aktivist an Bord: Spruce Point Capital ist im April eingestiegen und fordert weitere Kostensenkungen, eine Dividende und ein höheres Rückkaufprogramm. Kursziel: Verdopplung innerhalb eines Jahres.

Aber Insider verkaufen: CEO, CFO und mehrere Führungskräfte haben in den letzten zwei Jahren Aktien im Wert von über 200 Mio. $ verkauft. Gekauft hat niemand. Das kann Diversifikation sein (der CEO hält noch 7%), fällt aber auf.

Das größte Risiko bleibt der Wettbewerb. Microsoft Teams und Google Meet werden oft als kostenloser Anhang zu bestehenden Softwarepaketen angeboten. Bisher hat Zoom sich dagegen behauptet, aber der Druck bleibt.