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KURZANALYSE40 Mrd. €Damit kommt Givaudan auf fast 40 Mrd. € Börsenwert, das ist das 30-fache vom…

Wie Essen riechen

OAWS Redaktion30. Oktober 20262 Min

Fast jedes vierte neue Parfum riecht heute nach Essen. Vor zwei Jahren war's noch nicht mal jedes zehnte. Whisky, Trüffel, Miso, sogar Tabasco. Givaudan, der größte Duft- und Aromakonzern der Welt, untersucht seit einem Jahr, ob Abnehmspritzen diesen Trend befeuern.

Laut den Schweizern empfinden Spritzen-Nutzer manche Düfte plötzlich als unangenehm, andere riechen besser. Wissenschaftlich belegt ist das noch nicht, aber eine Studie zeigt: Nutzer der Spritzen geben in den USA rund 25% mehr für Parfum aus als der Durchschnitt.

Das Parfum-Business ist aber nur ein Teil der Story:

•Alltagsgeschäft: Düfte für Waschmittel, Duschgel und Putzmittel bringen fast ein Drittel vom Umsatz und sind bis September um rund 10% gewachsen. Sticky Business: Wer den Lieferanten wechselt, riskiert, dass sein Produkt anders riecht.

•Zukäufe: Drei kleinere Übernahmen in den USA, Brasilien und Spanien mit zusammen rund 300 Mio. € Umsatz. Givaudan insgesamt macht 8 Mrd. €.

Die Aktie hat dieses Jahr schon 30% zugelegt. Damit kommt Givaudan auf fast 40 Mrd. € Börsenwert, das ist das 30-fache vom erwarteten Gewinn. Teurer als Konkurrent Symrise, wo es diese Woche eine Enttäuschung gab (schwächeres Wachstum zum Jahresende).

Givaudan ist schon seit Jahren teuer bewertet, weil das Geschäft gut berechenbar ist. Das heißt nicht automatisch, dass die Aktie zu teuer ist. Aber wenn bei so einer Bewertung das Wachstum mal schwächelt, geht's erfahrungsgemäß schnell runter.