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Von Darmstadt zu 100 Milliarden

OAWS Redaktion9. Juni 20262 Min

John Tus Privatvermögen ist dieses Jahr um 50 Mrd. $ gestiegen. Damit hat er hinter Elon Musk und Michael Dell den drittgrößten Vermögenszuwachs der Welt hingelegt. Und das bei einem Typen, der in Darmstadt studiert und 1987 in einem Crash sein komplettes Vermögen verloren hat.

Die Anfänge: Tus Eltern sind 1945 von China nach Taiwan gezogen. Mit 19 ist er zu einem Onkel nach Deutschland gekommen, der ein chinesisches Restaurant betrieben hat. Er hat in einer Schiffswerft gearbeitet, dann Ingenieurwesen in Darmstadt studiert und ist danach nach Arizona ausgewandert, um einen Souvenirshop zu eröffnen.

Firma Nr. 1: Mit Partner David Sun hat er 1982 eine Speicherchipfirma gegründet und sie 1986 für 6 Mio. $ verkauft. Kurz danach hat der Black Monday Crash von 1987 alles vernichtet.

Firma Nr. 2: Noch im selben Jahr haben die beiden Kingston gegründet. 1989 schon 40 Mio. $ Umsatz. 1996 haben sie 80% an Softbank verkauft, für 1,4 Mrd. $. Perfektes Timing, weil die Chipnachfrage danach gesunken ist.

Der entscheidende Move: 1999 haben sie Kingston für nur 450 Mio. $ zurückgekauft. Bis heute gehört ihnen die Firma komplett.

Kingston macht heute weit über 10 Mrd. $ Umsatz und wird laut Bloomberg dank des Speicherchip-Hypes auf rund 160 Mrd. $ geschätzt. Der ehemalige Darmstadt-Student hat damit ein Privatvermögen von fast 100 Mrd. $.