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Versichert gegen den KI-Boom
Grade sprechen alle über die Risiken einer zu mächtigen KI. Aber es gibt ein viel bodenständigeres Risiko für die KI selbst: Fast 80% der gesamten Rechenzentrumskapazität stehen laut Allianz in Regionen mit erhöhtem Risiko für Naturkatastrophen. In den USA liegen 40% der Kapazität in Tornado-Gebieten, und weil die Anlagen oft direkt nebeneinander stehen, kann ein einziger Sturm gleich mehrere Standorte treffen.
•Das Versicherungsproblem: Ein einzelner Standort kann über 20 Mrd. $ kosten. Banken wollen die kompletten Baukosten abgesichert haben, aber Versicherer können das zu vernünftigen Preisen nur zu einem kleinen Teil abdecken. Die größten Pakete decken aktuell bis zu 8,5 Mrd. $ ab (bei Projekten von bis zu 25 Mrd. $). Viele große Projekte sind deshalb nur zu weniger als der Hälfte versichert.
•Die Wachstumschance: Swiss Re und Allianz rechnen damit, dass sich das Prämienvolumen für Rechenzentrumsversicherungen von unter 11 Mrd. $ auf über 24 Mrd. $ bis 2030 mehr als verdoppelt. Das kommt zur richtigen Zeit: Die Preise für Industrieversicherungen sind zuletzt acht Quartale in Folge gefallen (zuletzt -6%), weil zu viel Kapital in den Markt geflossen ist.
•Kreative Lösungen: Ein Teil des Risikos könnte künftig über sogenannte Cat Bonds aufgefangen werden (Anleihen, die an Versicherungsrisiken gekoppelt sind). Dazu tragen viele Tech-Konzerne das Risiko teilweise selbst und haben konzerneigene Mini-Versicherungen aufgebaut. Die Prämien für solche Eigenversicherungen sind 2025 weltweit übrigens um 8% auf rund 240 Mrd. $ gestiegen.
TLDR: Ein spannendes Wachstumsfeld für Versicherer, das viele noch nicht auf dem Schirm haben.