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US-Rüstung boomt

OAWS Redaktion27. Juli 20262 Min

Lockheed Martin und RTX haben nach starken Quartalszahlen letzte Woche jeweils rund 10% zugelegt. Genau wie der Geheimdienstdienstleister Booz Allen Hamilton am Freitag.

Was da los?

Volle Auftragsbücher: RTX und Lockheed haben beide ihre Umsatzprognose angehoben und sind im letzten Quartal mehr als 10% gewachsen. Zusammen sitzen sie mittlerweile auf einem Auftragsbestand von über 500 Mrd. $ (im Quartal davor waren‘s eher 450 Mrd. $).

Der Treiber: Raketen und Luftabwehrsysteme, vor allem wegen des Iran-Konflikts. Ein Beispiel: Von RTX haben die USA in den letzten 10 Jahren im Schnitt 86 Tomahawk-Raketen pro Jahr bestellt. Für 2027 alleine sind‘s 785.

Booz Allen Hamilton: Die liefern keine Waffen, sondern beraten Behörden und Geheimdienste. Lange gab's Gegenwind, weil Trump im zivilen Bereich Kosten sparen wollte. Der Vorteil: Die Nachfrage beim Verteidigungsministerium und den Geheimdiensten steigt, während sie im zivilen Bereich sinkt.

Startups mischen mit: Das Rüstungs-Startup Anduril spricht gerade mit Investoren über eine Bewertung von 100 Mrd. $. Damit wäre es nach Lockheed und RTX die drittwertvollste US-Rüstungsfirma. Dazu passt: Große Konzerne wie Lockheed oder BAE haben dieses Jahr schon 4 Mrd. $ in Rüstungs-Startups gepumpt, so viel wie noch nie.