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Uncrustables-Imperium

OAWS Redaktion17. Juni 20262 Min

Zwei Scheiben Toast ohne Kruste, gefüllt mit Erdnussbutter und Marmelade, tiefgefroren verkauft. Klingt nach dem simpelsten Produkt der Welt. Ist es auch. Aber Uncrustables hat gerade die 1 Mrd. $ Umsatzmarke geknackt und gehört damit zu den spannendsten Marken im Portfolio von J.M. Smucker.

Die Geschichte: 1995 erfunden, 1998 für 1 Mio. $ an J.M. Smucker verkauft. 2011 lag der Umsatz bei 116 Mio. $, jetzt bei über einer Milliarde. Für die neue Fabrik hat der Konzern 1,1 Mrd. $ investiert.

Gratis-Marketing: Uncrustables hat ikonischen Status in den USA. Travis Kelce ist Fan, Rapper Lil Yachty auch. Sogar die Astronauten der Artemis-2-Mission haben nach der Landung als Erstes Uncrustables verlangt. Der CEO hat 2023 gesagt, dass sie kaum in Marketing investieren mussten, weil sie ohnehin nicht genug produzieren konnten.

Neue Hebel: High-Protein-Varianten und seit diesem Jahr sind die Produkte "Fridge-Friendly" (bis zu 5 Tage im Kühlschrank nach dem Auftauen). Das Wachstum soll aber moderater werden, dabei aber trotzdem über 5% pro Jahr liegen.

Das Problem: J.M. Smucker macht insgesamt 8 Mrd. $ Umsatz mit vielen anderen Marken, die deutlich schlechter laufen. Darum liegt das KGV bei einem Börsenwert von 12 Mrd. $ und 1 Mrd. $ Nettogewinn nur bei 12 und dazu gibt’s eine Dividendenrendite von 4% (24 Jahre in Folge angehoben).

Spannend wird's durch den aktivistischen Investor Elliott, der offenbar darauf drängt, schwächere Marken zu verkaufen. Wenn am Ende nur die starken Marken wie Uncrustables, Bustelo-Kaffee und die Tierfutterprodukte übrigbleiben, könnte da Upside drin sein. Aber Stand jetzt kauft man eben auch einen Konzern mit einigen Problemkindern.