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Uber zum Schnäppchenpreis?
Uber-Gründer Travis Kalanick ist zurück. Fast 10 Jahre nach seinem Rauswurf hat er seine neue Firma in Atoms umbenannt, 1,7 Mrd. $ eingesammelt und will industrielle Prozesse automatisieren, von Ghost-Kitchens bis zu autonomen Trucks für den Bergbau.
Direkt investieren kann man in Atoms nicht. Aber spannend: Uber selbst hat laut TechCrunch 100 Mio. $ in Atoms gesteckt. Bei 140 Mrd. $ Börsenwert erstmal Peanuts, aber wenn das Ding durch die Decke geht, könnten da ein paar Milliarden rauskommen.
Die eigentliche Frage ist aber, ob man das bei Uber fast kostenlos dazukriegt. Die Aktie hat in den letzten zwölf Monaten über 20% verloren, vor allem aus Sorge vor KI und Robotaxis. Das erwartete KGV liegt bei 17, so günstig war die Aktie noch nie (Dreijahresschnitt: 26).
•Starkes Wachstum: Im letzten Quartal ist der Umsatz 12% gestiegen, das Buchungsvolumen ohne Währungseffekte sogar 22%. Die Differenz kommt von einer Umstellung bei der Umsatzverbuchung in Großbritannien, die nur dieses Jahr gilt.
•Werbung als Margentreiber: Aufs Jahr hochgerechnet macht Uber schon 2,5 Mrd. $ Umsatz mit Werbung, rund 50% mehr als im Vorjahr.
•Robotaxi-Offensive: Uber hat angekündigt, in den nächsten Jahren 10 Mrd. $ zu investieren, um mit Partnern 120.000 Robotaxis auf die Straße zu bringen.
ABER: Die 10 Mrd. $ Investition zeigt die Gefahr. Uber muss ins Risiko gehen. Sie sagen, das braucht es nur zum Start. Die Börse hat Sorge, dass es langfristig ein kapital-intensives Geschäft bleibt.
Dazu kommt die Angst, dass Robotaxi-Anbieter wie Waymo den Kundenzugang irgendwann selbst kontrollieren. Es gab zuletzt Berichte, dass Waymo seine Partnerschaften mit Uber beenden will (Uber bestreitet das).
Die Gegenthese: In einem Markt mit vielen Robotaxi-Anbietern gewinnt am Ende der mit den Nutzern. Und das ist Uber.