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Super Bowl
Die Sohn Conference ist der Superbowl der Investorenkonferenzen. Das funktioniert so, dass legendäre Investoren Thesen zu einzelnen Aktien vorstellen. Die Eintrittsgelder für paar Tausend Euro gehen an einen guten Zweck. Diesen Mai fand die Sohn Conference wieder statt und die Videos sind seit Ende letzter Woche online.
Wir haben mal drei der spannendsten Pitches rausgesucht:
•Der ikonische Hedgefondsmanager David Einhorn setzt auf Lanxess. Das ist seine These:
•Lanxess (WKN: 547040) hat in den letzten Jahren viele Geschäftsbereiche verkauft, in denen sie austauschbare Chemikalien verkauft haben. Stattdessen haben sie Bereiche mit komplexen Spezialchemikalien ausgebaut, wo’s wenig Konkurrenz gibt. Dadurch ist Lanxess heute breit aufgestellt und hat Preissetzungsmacht.
•Dass die Aktie schlecht gelaufen ist, lag erstens an der Energiekrise in Europa. Zweitens an den relativ hohen Schulden, die Lanxess durch die Übernahmen hat. Und drittens an der Einführung eines neuen SAP-Systems, das sich schon paar Jahre zieht.
•Dieses Jahr soll das System endlich eingeführt werden, die Energiepreise sinken wieder, die Lanxess-Konkurrenten aus China könnten unter den Zöllen leiden und Lanxess könnte vom Infrastruktur-Paket in Deutschland profitieren. Einhorn glaubt, dass die Firma 6 Mrd. € wert sein könnte. Aktuell sind wir bei 2 Mrd. €.
•Lauren Taylor Wolfe sieht ähnlich viel Potenzial bei Wex. Das ist ihre These:
•Wex (WKN: A1J7A6) ist eine ziemlich große Payment-Firma, die drei Dinge macht: Tankkarten für große Fahrzeugflotten. Eine Plattform, mit der Firmen andere Firmen bezahlen können. Und eine Plattform, mit der man Mitarbeiterbenefits verwalten und auszahlen kann.
•Das Problem: Die Geschäftsbereiche haben nicht viel miteinander zu tun und wären laut Lauren Taylor Wolfe viel mehr wert, wenn man sie separat an die Börse bringt. Genau das versucht sie jetzt und ihrer Firma Impactive Capital gehören immerhin 7% am 5 Mrd. $ schweren Wex – es ist also nicht unrealistisch, dass sie da was bewegen kann.
•Ryan Packard vom Hedgefonds Hiddenite Capital hatte eine Firma dabei, die keinen Turnaround braucht, aber laut ihm weiter gut performen wird. Das ist seine These:
•Comfort Systems (WKN: 907784) hat in den ganzen USA Tausende Angestellte, die den ganzen Tag Heizungen, Klimaanlagen oder Sanitäranlagen installieren.
•Obwohl die Firma heute schon 16 Mrd. $ wert ist, hat sie in dem Markt einen winzigen Marktanteil und es gibt sehr viele kleine Konkurrenten, die man günstig kaufen kann.
•Dazu profitiert das Business unter anderem davon, dass mehr Produktion zurück nach Amerika geholt wird und die Firma ist auch beim Bau von Rechenzentren stark involviert.
•Insgesamt sieht er Verdopplungspotenzial in den nächsten 3 Jahren.