← ZurückSunbelts Comeback-Wette

Sunbelts Comeback-Wette

OAWS Redaktion4. Juni 20262 Min

Eine 32 Mrd. $ Firma, von der kaum jemand den Namen kennt. Das liegt daran, dass Sunbelt Rentals erst seit März so heißt. Vorher war das Unternehmen 40 Jahre als Ashtead Group an der Londoner Börse gelistet. Der Wechsel an die NYSE hatte einen klaren Grund: Fast der gesamte Gewinn wird in den USA gemacht, und US-Investoren sind bereit, mehr zu zahlen. Das KGV ist seit dem Wechsel von durchschnittlich 19 auf knapp 24 gestiegen.

In den USA kennt man die grünen Bagger und Baugeräte, die sich Firmen mieten können. Sunbelt ist im fast 90 Mrd. $ großen Mietmarkt die Nummer zwei mit ca. 1.500 Standorten und über 10% Marktanteil.

Klassisches Geschäft schwächelt: Hohe Zinsen bremsen den Hochbau, der Umsatz ist leicht rückläufig. Aber Sunbelt macht in schlechten Jahren oft mehr Cash, weil weniger in neue Geräte investiert werden muss. In den letzten 9 Monaten sind 1 Mrd. $ in Aktienrückkäufe geflossen (knapp 3% vom Börsenwert), weitere Rückkäufe in gleicher Höhe sollen folgen.

KI-Fantasie im Portfolio: Fast ein Drittel vom 11 Mrd. $ Umsatz kommt mittlerweile von Speziallösungen. Dazu gehören temporäre Kühlsysteme und Generatoren, die auch beim Bau von Rechenzentren gebraucht werden.

Margenpotenzial: Die operative Marge liegt aktuell bei 22%, früher waren es im Schnitt 27%. Allein eine Rückkehr zum alten Niveau würde den operativen Gewinn um rund 25% steigern. Fairerweise verspricht das Management das aber auch schon seit Jahren.

Auf dem Schirm haben sollte man die über 10 Mrd. $ Nettoschulden. Falls es eng wird, könnte Sunbelt aber ältere Geräte verkaufen. Die gesamte Flotte wird auf einen Wert von rund 20 Mrd. $ geschätzt.