-Mar-25-2026-06-50-50-8164-PM.png?upscale=true&width=800&upscale=true&name=image%20(27)-Mar-25-2026-06-50-50-8164-PM.png)
Straßenkehrer
Jennifer Sherman hat sich in 20 Jahren von der Unternehmensanwältin zur Chefin von Federal Signal hochgearbeitet. Seit sie 2016 als CEO übernommen hat, haben Investoren mit der Aktie 700% gemacht (über 20% pro Jahr).
Das Business klingt erstmal langweilig: 85% vom knapp 2 Mrd. $ Umsatz kommen von Straßenkehrmaschinen, Muldenkippern und Müllfahrzeugen. Alles, was Städte und Bauunternehmen brauchen, um Straßen und Kanäle sauber zu halten. Der Rest kommt von Lichtbalken oder Sirenen für Polizei und Feuerwehr.
Was das Wachstum treibt:
•Infrastruktur-Boom: Federal profitiert von den US-Infrastrukturinvestitionen und strengeren Umweltauflagen. Flotten müssen modernisiert werden, im letzten Jahr ist der Umsatz 20% gewachsen.
•Versteckter Wachstumsmotor: In den USA liegen 30 Mio. km Kabel und Leitungen unter der Erde, mit dem Glasfaserausbau werden es mehr. Wenn man die reparieren will, würde ein Bagger sie zerstören. Mit den Trucks von Federals Marke Truvac kann man den Boden per Hochdruckwasser oder Luftdruck lösen und absaugen. Federal sieht sich als Marktführer in dieser Nische.
•Buy and Build: 16 Übernahmen im Fahrzeug-Bereich seit 2016, zuletzt den Müllfahrzeug-Hersteller New Way Trucks für 400 Mio. $. Das kostet: knapp 500 Mio. $ Schulden, bei 7 Mrd. $ Börsenwert aber verkraftbar.
Das KGV von 23 entspricht dem Schnitt der letzten vier Jahre. Auch dieses Jahr soll der Umsatz wieder um die 20% wachsen. Man sollte aber auf dem Schirm haben: Der Auftragsbestand geht zurück. Bereinigt um Übernahmen war er zuletzt 12% im Minus.