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Stone Islands Comeback

OAWS Redaktion23. April 20262 Min

Stell dir vor, dein Designer-Pullover ist ein Erkennungszeichen für Hooligans. Willkommen bei Stone Island. Die italienische Marke wurde 1982 gegründet, Ende der 80er von englischen Fußballfans entdeckt (das Logo lässt sich abnehmen, die Jacken drehen, perfekt, um vor der Polizei zu verschwinden) und hat sich trotz zweifelhafter Kundschaft eine extrem loyale Fangemeinde aufgebaut.

2020 hat der Luxuskonzern Moncler die Marke für knapp 1 Mrd. € gekauft. Seitdem wird das bewährte Moncler-Playbook übertragen: Kampagnen mit Jason Statham und Spike Lee, eine Kollaboration mit Dior.

Warum Stone Island der spannendere Teil von Moncler ist:

Wachstum trotz Luxus-Flaute: 2025 hat Stone Island 400 Mio. € umgesetzt (+4%). Auch letztes Quartal Stone Island zweistellig gewachsen. LVMH ist 6% geschrumpft.

Asien-Hebel: 65% des Umsatzes kommen aus nur 32 europäischen Stores. In Asien gibt's 54 Stores, die aber nur 28% beisteuern. Die europäischen Stores setzen also viermal so viel um. Würde Asien auf ähnliche Levels kommen, wäre das ein massiver Umsatzsprung. 2025 ist das Asiengeschäft schon über 20% gewachsen.

ABER: Stone Island macht nur 13% des Gesamtumsatzes aus. Die Cash-Cow bleibt Moncler mit über 2,7 Mrd. € Umsatz, die 2025 allerdings nur knapp 3% gewachsen ist. An der Börse gibt's den Konzern aktuell für ein KGV von 23, der Fünfjahresschnitt liegt eher bei 27.