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Stadion-Screens als Business

OAWS Redaktion21. Mai 20262 Min

Wer am Times Square steht, ein Yankees-Spiel besucht oder College Football schaut, guckt mit hoher Wahrscheinlichkeit auf eine Videotafel von Daktronics. Auch in der Crypto.com-Arena in LA hängt ein Mega-Würfel des Konzerns (siehe Bild). Die Firma aus South Dakota ist ein echter Hidden Champion mit über 50% Marktanteil je nach Sportart. Der nächste Konkurrent liegt im einstelligen Bereich.

Die Gründerstory ist verrückt: Zwei Professoren haben Daktronics mit 3.000 $ Startkapital gegründet, eigentlich für Medizintechnik. Das lief nicht, und eher durch Zufall hat eine Begegnung mit einem Wrestling-Trainer zur ersten Anzeigetafel geführt. Heute setzt die Firma über 750 Mio. $ um und baut Screens vom High-School-Gym bis zum Bernabéu von Real Madrid.

Das Problem: 89% der Umsätze kommen vom Bau neuer Videotafeln. Reines Hardware-Geschäft mit einmaligen Erlösen. Große Projekte wie der 21 Mio. $ Screen für die University of Illinois klingen gut, aber die Kohle wirkt sich nur einmal auf den Umsatz aus. Dazu hängt viel an öffentlichen Ausschreibungen, was Marge kostet.

Wo das Potenzial liegt:

Software im Abo: Die Control Suite lässt Kunden ihre Videotafeln per Cloud bespielen. Wiederkehrende Umsätze statt Einmal-Deals.

Cleverer Lock-in: Daktronics Curriculum bringt Schülern und Studenten Videoproduktion für Mega-Screens bei. Wer einmal mit Daktronics lernt, will auch mit Daktronics arbeiten.

Nachholbedarf: Das Management hat im letzten Earnings Call zugegeben, dass sie den Software-Bereich verschlafen haben und jetzt ausbauen wollen. Service macht aktuell nur 11% vom Umsatz aus.

Die Aktie wird mit einem KGV von 18 wie eine Hardware-Firma bepreist. Schafft Daktronics den Umstieg Richtung Software, trauen Analysten der Aktie ein KGV von 30 zu. Bei rund 1 Mrd. $ Börsenwert wäre das ordentlich Luft nach oben.