
Schweizer Ventile
Ab dem 1. Mai können Schweizer Aktien wieder an europäischen Börsen gehandelt werden. Das gilt dann auch für die VAT Group (WKN: A3C7H2). Die verkauft Ventile und ist in ihrem Segment mit über 70% Anteil weltweiter Marktführer. Die Ventile werden nämlich in Maschinen zur Chip-Produktion verbaut und sorgen dort für das notwendige Vakuum. Was ist daran besonders?
•Die Produktion für solche Ventile ist sehr komplex.
•Wird ein Ventil in einem Maschinen-Modell verbaut, wechselt danach niemand den Anbieter.
•Die Ventile machen nur einen Bruchteil der Kosten einer Chip-Maschine aus, sie sind aber essentiell. Das führt zu Preissetzungsmacht.
Trotz dieses krassen Burggrabens ist die Aktie seit dem Höhepunkt im Juli 2024 um fast 50% abgeschmiert. Woran hat’s gelegen?
•Der KI-Hype führte zwar zu voll ausgelasteten KI-Chipfabriken, aber die Auslastung bei Chipfabriken für Autos, Industrie oder Elektronik war niedrig.
•Das sah man auch am VAT-Umsatz: 2022 ist er noch zweistellig gewachsen, 2023 ist er 23% abgeschmiert und 2024 ist er nur leicht gewachsen.
•Heißt: Das Business ist trotz starker Marktposition zyklisch - was man auf dem Schirm haben muss.
Aber langfristig sollte die Nachfrage nach Chips in allen Bereichen steigen. Im ersten Quartal 2025 ist der Umsatz wieder um 40% gewachsen. Die Aktie ist trotzdem nicht ganz günstig und wird immer noch mit dem 32-fachen des erwarteten Gewinns bewertet. Aber seit dem IPO 2016 lag das KGV im Schnitt bei 36.