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Schrauben-Imperium

OAWS Redaktion12. Juni 20262 Min

Fastenal macht rund 10 Mrd. $ Umsatz mit Schrauben, Handschuhen, Öl und Co. Also im Grunde dasselbe Business wie Würth, nur halb so groß. Fastenal ist an der Börse aber 50 Mrd. $ wert. Wer 1987 investiert hat, hat im Schnitt 22% pro Jahr gemacht. Damit war das sogar ein besseres Investment als Berkshire Hathaway.

Was macht Fastenal anders?

Anderer Ansatz als Würth: Würths Direktvertrieb über einzelne Vertriebler hat in den USA kulturell nie richtig funktioniert. Fastenal hat stattdessen über Standorte mit Laden und Lager skaliert und sich auf größere Kunden fokussiert.

Krasse Kundenliste: Fastenal versorgt sogar die Lagerhallen von Amazon mit Schrauben, Handschuhen und WD-40. Überraschend, weil Amazon selbst Logistik-Meister ist. Aber solche Artikel kosten wenig und müssen einfach immer da sein. Da zahlt man gern einen Dienstleister, der sich drum kümmert.

Smarte Skalierung: Die Anzahl klassischer Standorte ist in den letzten Jahren massiv gesunken. Stattdessen baut Fastenal Läden direkt in die Fabriken der Kunden. Bei kleineren Kunden stehen Automaten, die automatisch nachbestellen. Kein Außendienst, keine Provisionsfrage.

Günstig gibt's die Aktie bei so einem stabilen Geschäftsmodell natürlich nicht. Das KGV liegt bei fast 40. Aber die Firma wächst weiter um die 10%, hat eine operative Marge von 20% und schüttet viel aus. Die Dividendenrendite liegt bei 2%.

Mehr zu Würth hört ihr in Carrytale.