
SAP - was da los?
In Deutschland hat SAP den ganzen DAX runtergezogen. Wir haben dazu mit Caspar Schlenk vom Manager Magazin gesprochen, der sich auf Tech-Konzerne, Startups und SAP fokussiert. Hier die Kurzfassung:
Vor einem Jahr, im Februar 2025, war SAP 325 Mrd. € wert. Gestern ging’s nach neuen Zahlen 16% runter und wir sind bei 200 Mrd. €. Damit wird SAP nur noch knapp mit dem 20-fachen des Gewinns bewertet. Die Börse denkt scheinbar, dass die großen Wachstumszeiten von SAP langsam zu Ende gehen. Kann man das an den Zahlen ablesen?
•Die Zahlen waren an sich solide. Aber es gibt die Angst des Marktes, dass sich das Wachstum verlangsamt. Die Börse schaut da stark auf den Current Cloud Backlog. Das sind einfach gesagt die Cloud-Einnahmen, die für die kommenden zwölf Monaten schon gebucht sind. Der Wert ist nur 25% gewachsen. Das Management hat selbst 26% prognostiziert.
Es gibt bei SAP, Salesforce und Co. die große Sorge vor KI. Das war auch einer der Hauptgründe für den Kursrückgang der letzten Monate. Wie denkt SAP über KI nach?
•Beim Thema, wie sich KI in den Zahlen niederschlägt, ist SAP relativ zurückhaltend. Sie liefern eher weiche Fakten. Zum Beispiel, dass in den größten Aufträgen zu 90% auch KI-Produkte enthalten sind. Aber das ist noch eher schwammig.
Bis Ende 2027 sollen für 10 Mrd. € eigene Aktien zurückgekauft werden. Wie hat SAP das begründet?
•Es wurde auch gefragt, wieso SAP eigene Aktien kauft, statt andere Firmen zu übernehmen. Laut SAP schließt sich das gar nicht aus. Sie vergleichen aber jede Übernahme mit der Option, mehr eigene Aktien zurückzukaufen. Aktuell finden sie Letzteres oft attraktiver.
Was Caspar sonst noch beobachtet hat, hört ihr im Podcast. Mehr von Caspar könnt ihr regelmäßig im kostenlosen Tech-Newsletter vom Manager Magazin lesen.