Riskante Wette von GM

Riskante Wette von GM

OAWS Redaktion09. Februar 2026

Stellantis muss rund 20 Mrd. € abschreiben und die Aktie fällt auf Corona-Niveaus. General Motors (GM) schreibt 5 Mrd. € ab und die Aktie markiert letzte Woche ein Allzeithoch. Klar, es sind einige Milliarden Unterschied und trotzdem: Warum gibt’s diese unterschiedliche Reaktion?

Cash Cow Verbrenner: GM setzt voll auf margenstarke SUVs und Pick-ups wie den Cadillac Escalade. Dank Trumps Politik brummt dieses Kerngeschäft weiter und finanziert den Umbau.

Die LMR-Wette: Im Hintergrund entwickelt GM die "Lithium-Mangan-reich"-Batterie. Startziel: 2028.

Der Clou: LMR-Zellen sollen ein Drittel leistungsfähiger sein als die billigen LFP-Zellen aus China, aber deutlich günstiger als unsere westlichen Nickel-Kobalt-Akkus. Viele Konkurrenten haben die Technik wegen Leistungsverlusten abgelehnt. GM behauptet aber, das Problem gelöst zu haben.

GM nutzt die politische Atempause unter Trump also nicht zum Ausruhen, sondern um die Kostenlücke zu China technologisch zu schließen. Dabei hilft das operative Geschäft: Der Umsatz lag 2025 bei 185 Mrd. $ und ist damit leicht gesunken. Dafür war der Gewinn besser als erwartet und auch dieses Jahr erwartet GM mehr als Experten prognostiziert haben. Dazu hat GM die Dividende erhöht und ein Aktienrückkaufprogramm über 6 Mrd. $ gestartet.

Die Aktie ist auf Jahressicht schon 70% gelaufen. Der Börsenwert von GM liegt bei fast 75 Mrd. $, das entspricht einem erwarteten KGV von 7. Niedrige Bewertungen kennt man von Autokonzernen wegen der Probleme mit der E-Mobilität. Aber: Wenn die riskante Batterie-Wette im Hintergrund aufgeht, könnte noch Potenzial sein. Sie ist aber auch ein Risiko.