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Plötzlich Highflyer
Ende 2024 lag die Bayer-Aktie so tief wie das letzte Mal vor 20 Jahren. Seitdem hat sie sich mehr als verdoppelt. Was da los?
Das größte Problem war immer Glyphosat. Fast 70.000 Klagen zum Krebsrisiko, über 10 Mrd. $ wurden bereits bezahlt. Gestern hat Bayer einen Vergleich über 10,5 Mrd. $ geschlossen. 7,5 Mrd. $ sollen alle laufenden und künftigen Klagen der nächsten 20 Jahre erledigen, weitere 3 Mrd. $ gehen an Einzelklagen. Wegen der Klarheit hat die Aktie gestern über 5% zugelegt.
Aber die eigentlich spannende Story ist die Pipeline:
•Asundexian ist ein Gerinnungshemmer zur Schlaganfall-Vorbeugung und hat Fast-Track-Status der FDA bekommen. Finale Studiendaten zeigen: Das Risiko eines erneuten Schlaganfalls sinkt um 26%. Analysten sehen hier Blockbuster-Potenzial, also Milliarden-Umsätze pro Jahr.
•Nubeqa hat 2024 bereits 1,5 Mrd. € Umsatz gemacht. Nach einer neuen Zulassung für metastasierten Prostatakrebs ohne Chemotherapie rechnen Analysten mit bis zu 3 Mrd. € Jahresumsatz.
•Elinzanetant ist ein nicht-hormonelles Mittel gegen Wechseljahresbeschwerden, ist seit Herbst zugelassen und gilt ebenfalls als potenzieller Blockbuster.
Dazu hat die US-Umweltbehörde EPA das neue Herbizid Stryax für mehr als 30 Bundesstaaten zugelassen. Das ist ein weiterer Schritt zur Stabilisierung des Agrargeschäfts.
Bayer ist aktuell 45 Mrd. € wert, das Neunfache des erwarteten Gewinns. Das ist zwar teurer als im Schnitt der letzten fünf Jahre, aber wirkt natürlich immer noch eher günstig. Man muss aber bedenken: Der Konzern sitzt auf rund 30 Mrd. € Schulden und die Pharma-Pipeline muss erst liefern.