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Pandoras Platin-Pivot

OAWS Redaktion6. Juli 20262 Min

Durch den Silberpreisanstieg hat die Aktie von Pandora letztes Jahr über 60% verloren. Mittlerweile hat sich die Aktie etwas erholt (Börsenwert: 8 Mrd. $), aber das Silber-Problem ist nicht gelöst, es wird nur verschoben.

Pandora ist nach Stückzahl der größte Schmuckhersteller der Welt, vor allem bekannt für Charm-Armbänder (Armbänder mit Anhängern zum Dazukaufen). Über 100 Mio. Stück pro Jahr, verkauft in über 100 Ländern durch über 2.700 eigene und Franchise-Läden. Rund 70% vom 5 Mrd. $ Umsatz sind Geschenke, und wer ein Geschenk kauft, schaut weniger auf den Preis. Die Bruttomarge liegt bei 80%, vergleichbar mit Softwarefirmen.

ABER: Rund ein Drittel der Materialkosten steckt in Silber. Pandora sichert sich zwar für ein paar Jahre gegen den Silberpreis ab, aber ab 2027 gibts diese Verträge nicht mehr. Das Management rechnet damit, dass sich die operative Marge 2027 auf 12% halbieren wird.

Der Plan: Bis 2028 sollen 80% vom Silberschmuck-Umsatz durch platinbeschichteten Schmuck ersetzt werden. Der sieht ähnlich aus, fühlt sich ähnlich an. Bei Pandoras "Affordable Luxury"-Preispunkt ist Kunden das tatsächliche Material weniger wichtig. Unter der Platin-Beschichtung steckt Pandoras eigene Legierung namens Evershine.

Neues Management: Seit Januar ist die ehemalige Marketingchefin Berta de Pablos-Barbier CEO (vorher bei LVMH und Kering). Sie hat den Platin-Pivot gestartet. Mehr Veränderung bedeutet aber auch mehr Unsicherheit.

Die Marke ist stark: 40% der Website-Besucher suchen direkt nach Pandora, unbezahlte Werbung treibt das Wachstum in Märkten wie Spanien.

Damit der Case aufgeht, muss man dem Management glauben, dass der Platin-Shift in 2 Jahren klappt und die Kunden mitspielen.