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Öl & Gold

OAWS Redaktion11. März 20262 Min

120 Dollar am Morgen, unter 90 Dollar am Abend. Der Ölpreis hat am Montag einen der wildesten Handelstage seit Jahren hingelegt. Was hinter dieser extremen Volatilität steckt, wie sich Gold geschlagen hat und warum der Dollar doch wieder als sicherer Hafen funktioniert, haben wir mit Christian Röhl im Podcast besprochen - dem Chief Economist von Scalable Capital.

Warum schwankt der Ölpreis so extrem?

"Der Ölpreis" über den grade alle sprechen, sind die Preise für kurzfristige Futures. Die Liquidität ist dort nicht immer hoch und gehebelte Spekulanten verstärken die Ausschläge. In beide Richtungen. Wenn der Preis ins Rutschen kommt, müssen Spekulanten wegen Margin Calls verkaufen.

Gold - stärker als erwartet:

Viele hatten gehofft, Gold würde in der Krise stark steigen. Aber eigentlich ist es in Stressphasen oft so, dass Anleger Gold verkaufen, um zum Beispiel Löcher bei verlustreichen Aktienpositionen zu stopfen.

Dass Gold sich außerdem trotz des gestiegenen Dollars stabil gehalten hat, kann man eher als Stärke sehen.

Der Dollar als sicherer Hafen:

Anfang des Jahres war der Sell-America-Trade beliebt. Jetzt sieht man aber: Der Dollar funktioniert als sicherer Hafen, und die USA sind in einem Konflikt, der sich um Energie dreht, besser aufgestellt als der Rest der Welt.

Was sonst wichtig ist:

Die Lage in Nahost bringt weiterhin hohe Risiken für politische Stabilität, Wirtschaft und Wohlstand. Auch wenn Trump am Montagabend erstmal beruhigt hat.

Genauso gefährlich ist es aber, das eigene Depot im Takt der Nachrichtenlage umzubauen. Wer bei 120 Dollar Öl auf weiter steigende Kurse gesetzt hat, war einen Tag später 30% im Minus.