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Neue Kriegsführung
Rund um den Krieg im Iran Prognosen abzugeben, ist so gut wie unmöglich. Wir haben mit Christian Röhl, dem Chief Economist von Scalable Capital, stattdessen darüber gesprochen, was man bisher aus dem Krieg für die Rüstungsindustrie lernen kann.
Das ganze Gespräch gibt’s wie immer im Podcast. Hier paar wichtige Erkenntnisse:
•Nicht die teuerste Technik gewinnt, sondern die skalierbarste. Billige Drohnen in Masse schlagen millionenschwere Luftabwehrsysteme. Die Rüstungsindustrie muss weg vom High-End-Manufaktur-Modell zur technologiebasierten Massenproduktion. High-End-Waffen braucht es zwar auch noch, aber eben auch die anderen.
•Start-ups im Vorteil: Bei Drohnen und günstiger Luftabwehr sind junge Firmen oft besser aufgestellt als die großen Defense Primes. Entscheidend wird, wer externe Start-up-Technologien schnell in die eigenen bestehenden Plattformen integrieren kann.
•Asien wird aktiv: LIG Nex1 aus Südkorea war bisher einer der besten Börsen-Performer in 2026 und hat sich fast verdoppelt. Deren Cheonggung-System bietet rund 80% der Patriot-Leistung zu einem Drittel der Kosten. Auch Hanwha Aerospace punktet mit Massenproduktion und Lieferfähigkeit. Leider sind viele der Aktien in Deutschland nicht gut handelbar. Inzwischen gibt‘s aber zumindest zwei ETFs speziell auf asiatische Rüstungswerte (WKN: A41U4N & WKN: A419AU).