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Netflix unter Druck
Netflix verliert Zuschauer bei Folgestaffeln. Laut Bloomberg hat One Piece in Staffel 2 rund 30% weniger Zuschauer als in Staffel 1 erreicht, bei Beef waren's -70%, beim Night Agent -50%. Das trifft die Aktie in einer ohnehin schwierigen Phase: Der Kurs ist in den letzten zwölf Monaten schon 40% eingebrochen.
Die neuen Quartalszahlen gestern haben die Stimmung nicht gedreht:
•Umsatz: +13%, währungsbereinigt aber nur +12%. Im Quartal davor waren es noch +14%. Netflix hat damit nur die eigene, als vorsichtig geltende Prognose erreicht.
•Jahresprognose gesenkt: Statt bis zu 51,7 Mrd. $ erwartet Netflix jetzt maximal 51,4 Mrd. $. Nicht dramatisch, aber kein gutes Signal.
•Geschaute Stunden: Im ersten Halbjahr +2% (Vorjahr: +1,5%). Das spricht zumindest leicht gegen die Sorge, dass immer weniger geschaut wird. Aber: Netflix will die Stunden künftig unregelmäßiger reporten. Das zeugt nicht von riesigem Selbstbewusstsein.
Die Aktie hat nach Börsenschluss nochmal 10% verloren. Das KGV liegt jetzt bei knapp über 20, deutlich unter dem Schnitt der letzten Jahre. Klingt günstig, aber man sollte Netflix nicht nur mit sich selbst vergleichen: Disney kommt inklusive Schulden auf ein Bewertungsverhältnis von 18 und hat mit Parks und Co. noch Geschäftsbereiche, die nicht so krass umkämpft sind wie der Streaming-Markt.