
NBA-Milliardenpoker
Die Aktie vom New York Knicks-Eigentümer Madison Square Garden Sports hat sich seit September mehr als verdoppelt. Der NBA-Titel hat geholfen, aber auch die Tatsache, wie krass wertvoll NBA-Teams geworden sind.
Nach dem Lakers-Deal für über 12 Mrd. $ gab's jetzt den nächsten: Marc Lore, Ex-Walmart-E-Commerce-Chef, hat einen Großteil seiner Anteile an den Minnesota Timberwolves zu einer Team-Bewertung von 4,5 Mrd. $ an Milliardär Marc Stad verkauft. Lore hatte 2021 noch 1,5 Mrd. $ gezahlt.
•Der Käufer: Stad hat den Startup-Investor Dragoneer aufgebaut, verwaltet über 30 Mrd. $ und hat genau wie Josh Kushner auch in OpenAI investiert. Damit wird nach Kushner der zweite Tech-Investor mit KI-Hintergrund NBA-Haupteigentümer.
•Die Geschichte: Im Gegensatz zu Kushner ist Stad Selfmade. Erster in seiner Familie mit High-School-Abschluss. In Harvard musste er sich bei einem Unterstützungsfonds melden, weil er sich keine warme Winterjacke leisten konnte. Danach kam der Einstieg in die Investmentwelt und 2012 die Gründung von Dragoneer mit Investments in Uber, Waymo und Airbnb.
Aber nicht alle sind happy im Umfeld der NBA:
Der Lakers-Verkäufer Mark Walter steckt zunehmend in Schwierigkeiten. Ein Kredit an seine Firma Guggenheim Partners (fast 400 Mrd. $ verwaltetes Vermögen) hat allein letzte Woche 20% an Wert verloren. Investoren zweifeln, ob er seine Schulden bedienen kann.
Das Problem: Walter hat wie viele Investmentfirmen Versicherungen aufgekauft, um deren Geld im Warren-Buffett-Stil zu investieren. Dabei haben die Versicherungen allerdings 20 Mrd. $ an andere Walter-Firmen verliehen, ohne es offenzulegen.
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