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Nächstes Spotify?
Spotify hat seine Bewertung seit 2018 auf 140 Mrd. $ versechsfacht. Das "Spotify Chinas", Tencent Music Entertainment (TME), kommt bei fast identischer Nutzerzahl nur auf ein Viertel des Börsenwerts. Was da los?
Die kurze Antwort: eine viel schwächere Monetarisierung. Der durchschnittliche TME-Nutzer wirft deutlich weniger ab als bei der Konkurrenz aus Schweden. Aber das Management in Shenzhen hat einen klaren Plan, um genau das zu ändern.
•Fokus auf zahlende Kunden. TME hat den monatlichen Umsatz pro Nutzer (ARPU) in fünf Jahren von 28 auf 43 Cent hochgeschraubt. Das kostet zwar ein paar der nicht-zahlenden Nutzer, ist aber für die Profitabilität der entscheidende Hebel.
•Mega-Deal im Podcast-Markt. Für 2,4 Mrd. $ hat sich TME gerade den Podcast-Anbieter Ximalaya geschnappt. Das spült nicht nur 300 Mio. neue Hörer in die App (+50%), sondern sichert TME auch über 50% des chinesischen Podcast-Marktes. Ximalayas Nutzer sind noch schlechter monetarisiert – perfektes Material für die neue Profitabilitätsstrategie.
•Wandel zum stabilen Streaming-Geschäft. Früher kam der Großteil des Geldes aus dem "Social Entertainment". Inzwischen machen die stabilen Abo- und Werbeerlöse aus dem Online-Music-Segment über 80% des Umsatzes aus. Ein gutes Zeichen, auch weil die chinesische Regierung soziale Medien stärker reguliert als das klassische Musikstreaming.
Die Rechnung der Bullen: Schafft TME es, den Anteil zahlender Kunden bis 2029 auf nur 30% zu heben (Spotify hat 45%), und die durchschnittlichen Preise weiter anzuheben, könnte der Umsatz von 4 Mrd. $ auf 7 Mrd. $ steigen. Bei einer dann erwarteten Marge von 30% wären das rund 2 Mrd. $ Gewinn.
Das wäre das 20-fache des aktuellen Börsenwerts von 40 Mrd. $. Aber diese Zahlen muss Tencent erstmal erreichen.