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Multibagger-Formel

OAWS Redaktion20. Juli 20262 Min

Wie findet man Aktien, die sich vervielfachen? Der Hedgefonds Alta Fox hat die am besten gelaufenen Aktien zwischen 2015 und 2020 analysiert. Fokussiert haben sie sich auf rund 100 profitable Unternehmen aus entwickelten Märkten, die nicht nur einen kurzen Run hatten. Während der S&P 500 in den fünf Jahren 55% gemacht hat, hat diese Gruppe fast 20-mal so stark performt.

Was hatten die Multibagger gemeinsam?

Klein schlägt groß: Firmen mit weniger als 50 Mio. $ Börsenwert haben im Schnitt fast 1.900% Rendite gemacht, die über 10 Mrd. $ nur rund 400%. Über 80% der Auswahl hatten zu Beginn einen Börsenwert von unter 2 Mrd. $.

Nicht die USA: Nicht mal ein Drittel der Multibagger kam aus den Staaten, obwohl die USA fast die Hälfte aller infrage kommenden Aktien gestellt haben. Überrepräsentiert waren Großbritannien, Schweden, Australien, Deutschland und Norwegen. Der mögliche Grund: Weniger Analysten, mehr übersehene Chancen.

Bewertung wichtiger als Wachstum: Beim typischen Multibagger hat die steigende Bewertung (also z.B. ein höheres KGV) fast zwei Drittel der Rendite beigetragen. Das operative Wachstum war nur für rund ein Drittel verantwortlich. Dabei war die Bewertung am Anfang oft gar nicht super billig: Über die Hälfte starteten mit einem erwarteten KGV zwischen 10 und 20.

Katalysatoren entscheidend: Bei über der Hälfte der Firmen waren Zukäufe ein wichtiger Teil der Strategie. Dazu kamen neue Produkte, wichtige Verträge oder der Anfang von Corona. Alles Situationen, in denen sich fürs Unternehmen krass was verändert hat und Investoren nicht wussten, ob's gut oder schlecht ausgeht.

Keine Sanierungsfälle: Knapp 90% waren zum Start finanziell gesund und hatten einen klaren Wettbewerbsvorteil (Patente, Skaleneffekte, hohe Wechselkosten).

Die Kurzversion: Klein, außerhalb der USA, finanziell gesund, mit Wettbewerbsvorteil und vor einem großen Veränderungsmoment. So sehen die typischen Multibagger aus.