Mit Rolls-Royce zum Rolls-Royce

Mit Rolls-Royce zum Rolls-Royce

OAWS Redaktion26. Februar 2026

Wenn wir nur ein Geschäftsmodell fürs Leben besitzen dürften, wären Triebwerke ganz oben. Neue Generationen kosten zwar viel, aber danach fliegen die Dinger Jahrzehnte rum und liefern wiederkehrende Wartungsumsätze mit sehr hohen Margen. Rolls-Royce zeigt gerade, wie krass das sein kann.

Der Gewinn ist 2025 um 40% gestiegen, das Free-Cashflow-Ziel für 2028 ist auf 6 Mrd. € angehoben worden - bisher waren's maximal 5 Mrd. €.

Das Modell: Rolls-Royce wird nicht pro Wartung bezahlt, sondern pro geflogener Stunde. Das zwingt sie zu maximaler Zuverlässigkeit und Airlines zahlen gerne mehr, wenn alles läuft.

Rückenwind: 2026 könnten die Flugstunden bis zu 20% über dem Vorcorona-Niveau liegen.

ABER: Mit 125 Mrd. € Börsenwert ist die Aktie selbst bei 6 Mrd. € Free Cashflow in 2028 noch saftig bewertet.

Mit über 1.000% Rendite in den letzten fünf Jahren war Rolls-Royce eine der besten europäischen Aktien. Mit fast 300% auch weit oben war die Erste Bank.

Und Banken im richtigen Zinsumfeld sind das zweite Geschäftsmodell, das man fürs Leben halten kann. Bedeutet im Fall der Erste Bank:

3,5 Mrd. € Nachsteuergewinn bei einem Börsenwert von 40 Mrd. €. Bis 2022 hat die Bank nie die 2 Mrd. € Marke geknackt.

Außerdem spannend: Anfang des Jahres hat die Erste den größten Deal ihrer Geschichte gemacht und 49% der polnischen Santander-Tochter für 7 Mrd. € gekauft. Unabhängig davon ist Osteuropa für die Erste ein wachstumsstarker und großer Markt. Wer auf die Region setzen will, hat hier also einen Profiteur.

Und der Finanzchef hat mit den Zahlen noch das Wort zum Wochenende geliefert: „Zehn bis fünfzehn Minuten freuen wir uns über das gute Ergebnis, dann arbeiten wir weiter."