
Meta & Tesla
Das große Thema bei Tesla waren gestern gar nicht die neuen Zahlen, sondern die Fusionsgerüchte mit SpaceX. Musk hat bestätigt, dass beide Firmen spezielle Komitees gegründet haben, die sich mit dem Thema beschäftigen. Er ist Fan der Idee, aber am Ende müssen die Aktionäre entscheiden.
Spannend ist die Dynamik: Bei SpaceX kontrolliert Musk die meisten Stimmrechte, bei Tesla muss er die anderen Aktionäre überzeugen. Das macht es wahrscheinlicher, dass Tesla-Aktionäre im Merger einen guten Deal bekommen. Andererseits steckt der Großteil von Musks Vermögen in SpaceX, er würde sich also ins eigene Fleisch schneiden, wenn er zu viel für Tesla zahlt. Andererseits: Bei einem Eigentümerwechsel könnte Musk Teile seines ambitionierten Tesla-Bonuspakets bekommen, ohne alle Ziele zu erreichen.
Die Zahlen, die gestern Nacht raus sind, waren dann weniger spektakulär. Auto-Umsatz und das Geschäft mit Batterien und Energiespeichern sind gesunken. Positiv: 75% der US-Kunden kaufen mittlerweile das Full-Self-Driving-Feature dazu. Die Aktie hat kaum reagiert.
Bei Meta waren die Zahlen solide (Umsatz +26%, schneller als erwartet), aber die eigentliche News ist eine neue Aktienklasse C ohne Stimmrechte. Die Idee: Meta kann Aktien verkaufen, um Geld für KI-Investments einzusammeln, ohne dass Zuckerberg Kontrolle abgibt.
Passend dazu hat Meta gesagt, dass sie dieses Jahr mindestens 135 Mrd. $ in Rechenzentren & Co. pumpen werden. Davor lag die Grenze bei 130 Mrd. $.
Aktie ist nach Börsenschluss 5% hoch.