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McBubble Tea

OAWS Redaktion8. Mai 20262 Min

McDonald's steigt ins Craft-Drink-Geschäft ein. Seit ein paar Tagen gibt's in Deutschland und den USA Refresher mit Boba, Fizzer mit Sprite und Red-Bull-Energizer. In den USA kommen sechs Craft-Drinks, Red Bull folgt später im Jahr.

Der Margen-Hebel: Restaurants kommen laut National Restaurant Association im Schnitt auf 5% Nettomarge. Getränke sind da eine andere Liga: Ein paar Cent Herstellungskosten, ein paar Dollar Verkaufspreis. Das ist einer der größten Margenhebel im ganzen Menü.

Das Testlabor: Die Idee kommt von CosMc's, einer eigenständigen Mini-Kette nur für Drinks. Nach anderthalb Jahren hat McDonald's sie wieder eingestellt, aber die erfolgreichsten Produkte kommen in die normalen Filialen.

Das operative Risiko: 95% der Filialen gehören Franchisenehmern. Cold Foam aufschlagen und Boba portionieren dauert deutlich länger als einen Becher unter den Cola-Automaten zu stellen. Wenn Qualität und Geschwindigkeit schwanken, wird's problematisch.

Das Timing-Problem: Die Preise sind seit 2019 um rund 40% gestiegen, einkommensschwache Kunden brechen weg. Die neuen Quartalszahlen zeigen das: US-Same-Store-Sales sind zwar 4% gestiegen, aber getrieben durch höhere Bons, nicht durch mehr Gäste. Craft-Drinks für vier oder fünf Dollar sprechen eher eine kaufkräftigere Zielgruppe an als die, die gerade fehlt.

ABER: Gerade die Gen Z könnten die bunten Farben und Boba anziehen. Und für preisbewusste Kunden ist McDonald's immer noch günstiger als Starbucks. Nach den Zahlen hat sich die Aktie erstmal nicht bewegt. Bei 200 Mrd. $ Börsenwert kommt McDonald's auf ein KGV von 22, etwas günstiger als im Schnitt der letzten zehn Jahre. Dazu gibt's 2,5% Dividendenrendite. Der Konzern erwartet im laufenden Quartal allerdings noch schwächere Nachfrage von einkommensschwachen Kunden.