← ZurückMbappé-Move

Mbappé-Move

OAWS Redaktion21. September 20262 Min

Kylian Mbappé hat einen 10-Jahresvertrag bei On unterschrieben. Dazu hat On Thierry Henry als Director of Football geholt. Die meinen's also ernst mit dem Fußballgeschäft. Und wenn On noch lange wachsen will, macht's Sinn, einen der größten Sportmärkte anzugehen. Dort kann die Marke nicht nur mit Fußballschuhen Geld verdienen, sondern gleichzeitig die normalen Schuhe in einer riesigen Zielgruppe pushen.

Trotzdem zeigt der Move auch Ons Problem. Die Zahlen sind weiter super, aber um das Wachstum langfristig zu halten, muss On weiter weg von der Kernzielgruppe der Läufer und mehr Geld in Werbung und Testimonials pumpen. Das ist notwendig, macht das Business aber anfälliger für Trends und tendenziell margenschwächer.

Wie gut das Fußballbusiness funktionieren wird, ist noch total unklar. Spannender wird's am Dienstag: Da legt On beim Investorentag den Plan für die kommenden Jahre vor.

Für Nike ist die Nachricht vielleicht sogar wichtiger. Laut CNBC hat Nike den Vertrag mit Mbappé zwar von ihrer Seite nicht verlängert, aber das ist am Ende ja immer eine Preisfrage. Und spannend ist eben, dass er dann nicht zu Adidas oder Puma geht, sondern zu einer ganz neuen Marke.

Das sieht man bei vielen großen Namen im Sport. Zum Beispiel auch bei Steph Curry und Li Ning. Die großen Sportler sehen sich heute als Unternehmer, die eigene Projekte wollen, statt einer von 1.000 Nike-Athleten zu sein. Über Social Media haben sie die Reichweite, um direkt Werbung zu machen.

Wenn das so weitergeht, wird's für Nike und Adidas immer schwerer, die allermeisten großen Namen unter ihrer Marke zu halten. Und damit wird’s auch schwerer, so große Marktanteile zu halten.

Risikohinweis: Die Inhalte dienen ausschließlich der allgemeinen Information und sind zum einen ohne Gewähr und zum anderen keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf bestimmter Finanzinstrumente. Es handelt sich hier nicht um Anlageberatung. Ihr entscheidet selber, was ihr macht.