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Mama kocht am besten
Chipotle hat in den letzten zwölf Monaten 30% an Wert verloren. Das ist bitter für die zweitwertvollste Restaurantkette der Welt, zeigt aber ein größeres Problem: Essen gehen ist vielen Amerikanern zu teuer geworden.
Doch gegessen wird immer, nur eben woanders. Seit 2017 hat sich die Zahl der Verbraucher verdoppelt, die hochwertige Fertiggerichte kaufen. Der US-Markt für diesen "Retail-Foodservice" ist mittlerweile über 50 Mrd. $ groß.
Profiteur der Stunde ist ein Player, den bis vor kurzem wohl kaum jemand auf dem Zettel hatte: Mama’s Creations. Ende 2022 noch ein Pennystock mit einer Bewertung von 35 Mio. $, ist die Firma heute an der Börse 550 Mio. $ wert. Was ist da los?
•Mama’s verkauft nicht direkt an Endkunden, sondern füllt die Kühlregale der Retail-Giganten. Ob Costco, Walmart oder ALDI – wer in den USA "Fresh Food" kauft, greift oft zu Mama’s Fleischbällchen.
•Das Wachstum ist massiv. 2024 lag der Umsatz bei 120 Mio. $, für 2025 sind über 200 Mio. $ angepeilt. Zuletzt ist der Umsatz organisch und durch Zukäufe um rund 50% gestiegen.
•Ein cleverer Schachzug war der Crown-Deal: Man hat sich vom Sysco-Konzern Produktionskapazitäten und 56 Mio. $ Zusatzumsatz eingekauft. Fokus: Proteinreiche Nahrung. Genau das, was der Markt will.
Die Story ist aber noch nicht zu Ende erzählt. Bis 2030 will das Management die Umsatzmarke von 1 Mrd. $ knacken. Das soll durch den anhaltenden Trend "weg vom Restaurant" und weitere M&A-Deals gelingen.
Die Krux an der Sache: Die Börse hat diese Fantasie bereits voll eingepreist. Die Bewertung liegt beim fast 60-fachen des erwarteten Gewinns. Wer hier einsteigt, wettet darauf, dass Mama’s den 50-Milliarden-Markt weiter aufrollt. Bei nem Small-Cap gibt’s da natürlich große Chancen, aber eben auch ein hohes Risiko.