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Luxus = Ja ; Sportwagen = Nein

OAWS Redaktion21. Juli 20262 Min

Es gibt noch ein Ferrari an der Börse, und das hat nichts mit Sportwagen zu tun, sondern bringt Schmuck, Designertaschen und Uhren sicher von A nach B. Für über 100 Luxusmarken wie Burberry, Chanel oder Tiffany übernimmt Ferrari den kompletten Transport inklusive Zollabwicklung, gepanzerten Fahrzeugen und Lagerung.

Klebrige Kunden: Die meisten Verträge laufen 3 bis 5 Jahre. 2023 sind 100% der Kunden mit mindestens 5.000 $ Umsatz geblieben. Logistikkosten machen in der Luxusbranche unter 1% vom Warenwert aus (vs. 5% bei High-Tech (Smartphones) und über 20% im allgemeinen Onlinehandel). Kein Anreiz zu wechseln, besonders wenn Ferrari erstmal in IT-Systeme und Lagerprozesse eingebunden ist.

Hohe Profitabilität: Ferraris Nettomarge liegt bei 15%, klassische Logistiker wie UPS oder DHL kommen auf rund 5%. Der Grund: Gebühren orientieren sich nicht nur am Gewicht, sondern auch am Warenwert. Und der ist bei Luxusgütern extrem hoch.

Zoll-Expertise als Burggraben: In Ländern wie Brasilien kann es Wochen dauern, bis Luxusgüter mit den richtigen Zertifikaten durch den Zoll kommen. Ferrari kennt die lokalen Regeln und nimmt seinen Kunden genau das ab.

Wachstumspotenzial: Mit knapp 9% Marktanteil hält Ferrari nur einen kleinen Teil eines fragmentierten Marktes. Der Luxusmarkt soll bis 2028 um 6% pro Jahr wachsen, Ferrari plant ohne Zukäufe mit 6 bis 8%.

Bei 360 Mio. $ Umsatz und einem Börsenwert von 830 Mio. $ gibt's 4% Dividendenrendite und 100 Mio. $ Nettocash. Die Gründerfamilie steht mit über 70% Anteil und Präsenz im Management voll dahinter. Dadurch sind die Aktien allerdings auch nicht besonders liquide.