Logistik-KI

Logistik-KI

OAWS Redaktion16. Dezember 2025

C.H. Robinson ist einer der größten Logistikkonzerne Amerikas und verwaltet jedes Jahr 37 Mio. Ladungen. Dabei hat Robinson keine eigenen LKWs, sondern findet die passenden LKWs, Frachtzüge oder Containerschiffe für Kunden.

Während die Logistikbranche insgesamt unter der Wirtschaftslage leidet, hat Robinson grade das zehnte Quartal in Folge Marktanteile gewonnen.

Ein Grund: KI.

Der größte Kostenblock nach dem Transport sind die eigenen Mitarbeiter. Logistik war bisher extrem händisch. C.H. Robinson hat früher auf Kundenanfragen nur in 65% der Fälle ein Angebot abgegeben, weil das manuelle "Matching" zu lange gedauert hat.

Das hat sich durch KI geändert:

Heute beantwortet die KI fast alle Anfragen innerhalb von 30 Sekunden mit einem passenden Preis.

Das spart nicht nur Kosten, sondern bringt auch Umsatz. Die meisten Kunden machen bei Robinson individuelle Aufträge. Wenn die Firma also schneller und preisgünstiger als die Konkurrenz reagiert, können sie schnell mehr Aufträge kriegen.

Während die Logistikbranche letztes Quartal um 7% geschrumpft ist, hat C.H. Robinson sein Volumen im Kerngeschäft um 3% gesteigert. Gleichzeitig hat man die Anzahl der Mitarbeiter um rund 10% reduziert.

Das Ganze hat seinen Preis. Die Börse bewertet die Firma mit 19 Mrd. $ und einem sportlichen KGV von 30. Auch für 2027 liegt das geschätzte KGV noch bei 23.

Aber dafür kriegt man eine greifbare KI-Anwendung, die echte Kosten senkt. Dazu gibt’s eine Dividendenrendite von 1,6% und Aktienrückkäufe. Das Momentum stimmt auch. Die Aktie ist in drei Monaten um 20% gestiegen.