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Krypto-Kidnapper
6,2 Mio. $ hat Coinbase letztes Jahr für den Personenschutz des CEO Brian Armstrong gezahlt – das ist mehr als JPMorgan, Goldman Sachs und NVIDIA zusammen für die Sicherheit ihrer Chefs gezahlt haben.
Und das liegt nicht daran, dass Brian Armstrong paranoid ist. Krypto-Millionäre sind besonders gefährdet, gekidnappt oder attackiert zu werden.
Wieso? Kriminelle wissen, dass es meistens ein/zwei Passwörter gibt, die Millionen an Kryptovermögen entsperren können und das Kryptovermögen kann dann sofort überwiesen werden, ohne dass irgendeine Bank das Vermögen im Nachhinein einfrieren kann.
Wenn sie Bill Gates kidnappen, haben sie keine Ahnung, wie viel Geld er sofort zugänglich auf seinem Konto hat und wie viel in Sachwerten steckt oder auf Konten von irgendwelchen Family Offices liegt.
Das erklärt die Kidnapping-Serie in Frankreich.
•Anfang des Jahres wurde der Gründer von Ledger gekidnappt und ihm ein Finger abgeschnitten.
•Am 3. Mai wurde der Vater eines anderen Krypto-Millionärs in Frankreich gekidnappt – auch ihm haben sie einen Finger abgeschnitten, um Druck aufzubauen.
•Letzte Woche haben Kriminelle in Paris versucht, die Tochter des Paymium-CEOs zu entführen – das ist eine große französische Kryptobörse.
Aus genau diesen Gründen hat die Krypto-Sparte des VC-Fonds a16z vor paar Tagen einen langen Blog-Artikel darüber veröffentlicht, wie man sich verhalten soll, um auch ohne Securities halbwegs sicher durch den Alltag zu kommen.
Was sonst noch los war in der Kryptowelt:
•Heute sind die größten 220 Besitzer des Trump-Memecoins zu einem Dinner beim Präsidenten eingeladen. Der größte Investor bei dem Dinner ist Justin Sun, der fast 19 Mio. $ in den Coin gepumpt hat.
•Die Hongkonger Firma Animoca Brands will demnächst in den USA an die Börse gehen. Der Krypto-Konzern steckt hinter der Metaverse-Plattform Sandbox und ist an hunderten Krypto-Firmen beteiligt – zum Beispiel an OpenSea, Axie Infinity, Yuga Labs oder Kraken. 2022 wurde die Firma von Investoren mit rund 6 Mrd. $ bewertet.
•Die Kryptobörse Bithumb könnte noch dieses Jahr an die Börse gehen. Das ist eine der größten Kryptobörsen der Welt mit 25% Marktanteil im gigantischen südkoreanischen Kryptomarkt.
•Der Launchcoin kam am 11. Mai auf weniger als 10 Mio. $ Gesamtwert. Mittlerweile sind wir bei 250 Mio. $. Also 25x in 10 Tagen. Dahinter steckt eine ziemlich absurde Idee: Und zwar haben Krypto-Unternehmer einen X-Account mit dem Namen Launch Coin on Believe gemacht. Das funktioniert so, dass man einfach einen X-Post absetzt, bei dem man Launchcoin verlinkt und den Namen eines Coins schreibt, den man gerne haben würde. Und dann bauen sie einen Coin unter diesem Namen und packen ihn auf die Solana-Blockchain. Klingt nicht 100% seriös, hat aber einen Hype ausgelöst und entsprechend ist der Coin durch die Decke.