KI-Häuser

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OAWS Redaktion26. November 2025

In den USA fehlen bis zu 4 Millionen Häuser. Eigentlich ein perfektes Setup für den Marktführer D.R. Horton. Trotzdem hat die Aktie seit Jahresbeginn um die 14% verloren. Wie passt das zusammen?

Der über 40 Mrd. $ schwere Konzern steckt in der Zwickmühle. Seit Corona sind die Kosten für Rohstoffe und Land um 50% explodiert. Dazu kommen die hohen Zinsen.

Um den Absatz zu retten, muss D.R. Horton mit Incentives wie günstigen Krediten locken. Das drückt massiv auf die Marge. Der potenzielle Hebel: Sinken die Zinsen, streicht der Konzern die Rabatte und die Gewinne sprudeln wieder.

Zusätzlich versucht man sich jetzt als Tech-Player. Ein Deal mit dem KI-Startup Prophetic soll helfen, schneller Bauland zu finden. In den USA gibt's einen Dschungel aus 440.000 Vorschriften. Die KI soll die Prüfung von Entwicklungspotenzialen von drei Stunden auf 30 Sekunden drücken. Das klingt nach einer smarten Efficiency-Story, dürfte aber am Ende nur einen kleinen Effekt haben.

Denn: Die KI löst das Zins-Problem nicht. Das hat wohl auch Warren Buffett realisiert. Die Legende hat seine D.R. Horton-Position komplett verkauft und wettet stattdessen mit über 800 Mio. $ auf den Konkurrenten Lennar. Wer wie Buffett auf den Sektor setzen will: Beide Firmen haben ein KGV von zwölf und knapp 2% Dividende.