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Kartentrick gegen Zoll
80% aller Spielzeuge, die in den USA verkauft werden, kommen aus China. Für Spielzeugfirmen wegen der Trump-Zölle nicht besonders gut. Eine Ausnahme davon könnte Hasbro (WKN: 859888) sein. Warum?
•Mehr als 50% der Umsätze kommen aus zwei Bereichen: Sammelkartenspiele und Lizenzen für Videospiele.
•Aber Hasbro produziert die Kartenspiele in den USA, Europa und Japan.
•Lizenzen haben keine Zölle zu erwarten.
Das ist besonders gut, weil:
•Das Sammelkartenspiel “Magic - The Gathering” ist die einzige Marke mit 1 Mrd. $ Umsatz und ist im ersten Quartal 45% gewachsen.
•Das Lizenz-Business mit dem Handyspiel Monopoly Go! und dem Konsolen-Game Baldur’s Gate 3 ist sogar 56% gewachsen.
•Die Spiele werden von Erwachsenen viel gespielt. Der durchschnittliche Hasbro-Spieler ist 30 Jahre alt. Hasbro kann damit Profiteur des Kidult-Trends sein.
Wie gut das Business unabhängig von Zöllen läuft, hat das erste Quartal gezeigt: Mit einem Plus von 17% auf 886 Mio. $ ist der Umsatz das erste Mal seit zehn Quartalen wieder gewachsen. Schafft es Hasbro weiter zweistellig zu wachsen, könnte die Firma eine interessante Turnaround-Wette sein. Das sieht aber auch die Börse: Mit einem erwarteten KGV von um die 14, ist Hasbro teurer bewertet als der Konkurrent Mattel und hat auch mehr Schulden. Dafür hat Hasbro seit Jahresanfang schon 10% zugelegt, Mattel hat 10% verloren.