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JPMorgans FIFA-Problem

OAWS Redaktion4. August 20262 Min

Der Plan von FIFA-Präsident Infantino, die Weltmeisterschaft für Investoren zu öffnen, ist gescheitert. Einer der größten Verlierer: JPMorgan. Die Bank hat das Pitchdeck für die FIFA erstellt und hätte die Deals eingefädelt. Daraus wird nichts.

Und es ist nicht das erste Fußball-Foul: 2021 wollte JPMorgan die Super League mitfinanzieren (4 Mrd. $). Nach Fan-Protesten ist der Plan in zwei Tagen geplatzt. Die Bank hat versprochen, daraus zu lernen. Hat sie offensichtlich nicht.

Warum JPMorgan trotzdem immer wieder reingeht:

Sport als Geschäftsfeld: Seit 2021 hat die Bank über 10 Mrd. $ an Sport-Deals finanziert. Zehn der letzten 15 großen Sporttransaktionen liefen über JPMorgan. Sie war beim Einstieg von Jim Ratcliffe bei Manchester United dabei und hat das neue Bernabéu mitfinanziert. 2024 hat die Bank sogar eine eigene Sportabteilung im Investment Banking gegründet.

Superreiche wollen Teams: In den USA gibt's rund 1.500 Milliardäre, aber nur 200 Profiteams. Laut einer JPMorgan-Umfrage sind Sportteams inzwischen das größte Statussymbol unter Family Offices, noch vor Kunst und Autos. 34% sind an einem Sportteam beteiligt, 20% kontrollieren eins (2022 waren es noch 6%).

Europa-Expansion: Bis 2030 will JPMorgan fünf EU-Märkte erschließen. In UK hat Chase schon rund 3 Mio. Kunden, in Deutschland läuft der Start. Noch unprofitabel, aber die Bank ist zufrieden mit den Fortschritten.

Mit über 20 Mrd. $ Quartalsgewinn und einer Bewertung von über 900 Mrd. $ (KGV 15) kann sich JPMorgan solche Expansionsschritte und auch die Rückschläge im Fußball locker leisten. Gianni Infantino vermutlich bald nicht mehr.