Japanischer Käsekuchen

Japanischer Käsekuchen

OAWS Redaktion26. Januar 2026

Karamell-Kekse und griechischer Joghurt. Mehr braucht es nicht für einen viralen Hit. Ein Rezept für "Japanese Cheesecake" flutet grade Social Media. Der Gewinner an der Börse: Lotus Bakeries.

Die Belgier liefern mit ihren Biscoff-Keksen die Basis für den Hype. Leider ist die Story kein Geheimtipp mehr, sondern seit Jahren eine Börsen-Erfolgsgeschichte. Auf 20-Jahres-Sicht hat die Aktie unfassbare 7.000% zugelegt.

Was macht das Business so stark?

Massenphänomen: American Airlines bestellt allein 124 Mio. Packungen pro Jahr, insgesamt werden jährlich 10 Mrd. Kekse verkauft.

Brand Power: Biscoff ist mehr als ein Keks. Es gibt Brotaufstrich, Eis und Kooperationen mit Riesen wie Milka oder KitKat. Biscoff steuert fast 60% zum Gesamtumsatz von 1,2 Mrd. € bei.

Diversifikation: Mit der Sparte "Natural Foods" haben die Belgier mit gesunden Snacks ein zweites Standbein aufgebaut, das ein Viertel der Umsätze bringt.

Aber seit Ende 2024 dümpelt der Kurs, die Aktie hat letztes Jahr rund 30% verloren.

Ein Grund: Die Nachfrage war so hoch, dass die Produktionskapazitäten nicht mehr gereicht haben. Zwar ist der Umsatz 2024 um 15% und im ersten Halbjahr 2025 um 10% gestiegen, es hätte aber mehr sein können. Eine neue Fabrik in Thailand soll das Problem lösen.

Dass die Firma wegen sowas gleich 30% verliert, liegt auch an der Bewertung von 8 Mrd. €. Die entspricht immer noch dem 40-fachen des erwarteten Gewinns.

Wer günstiger und spekulativer auf den Cheesecake-Trend wetten will, kann sich Kri-Kri anschauen. Die Firma macht griechischen Joghurt, ist 700 Mio. € wert und kommt auf ein KGV von 14.