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Jagdsaison für Fondshäuser

OAWS Redaktion15. April 20262 Min

Allein im ersten Quartal 2026 wurden Übernahmen in der Fondsindustrie im Wert von knapp 25 Mrd. $ angekündigt. Im gesamten Jahr 2025 waren es unter 50 Mrd. $.

Der Grund: Günstige Indexfonds und ETFs setzen traditionelle Fondshäuser unter Druck. Die Großen kaufen zu, um weiter zu wachsen. Die Kleinen schließen sich zusammen, um nicht unterzugehen.

Der Gebühren-Hebel: Immer mehr Häuser drängen in Private Equity und Private Credit. Dort liegen die Gebühren bei knapp 2%, ein durchschnittlicher ETF kostet 0,2%. Zehnmal weniger. Das erklärt, wieso BlackRock 2025 den Private-Credit-Spezialisten HPS Investment Partners übernommen hat und im Jahr davor Global Infrastructure Partners für 13 Mrd. $.

Geografie als Treiber: Ein Großteil der Deals passiert in Europa. US-Häuser wie Goldman Sachs (Übernahme von Innovator Capital Anfang des Jahres) wollen sich international breiter aufstellen.

Wie könnte man davon profitieren? Entweder man setzt auf die großen Player und glaubt, dass die an Marktmacht zulegen. Oder man kauft kleinere Häuser und wettet auf eine Übernahme.

Mögliche Übernahmekandidaten: Die britische Ashmore Group (50 Mrd. $ verwaltetes Vermögen), der französische Tikehau Capital (auch ~50 Mrd. $) oder Lazard mit einem Asset-Management-Geschäft von 250 Mrd. $.

Spezialfall Man Group: Einer der größten Hedgefonds-Anbieter der Welt ist börsennotiert, verwaltet fast 250 Mrd. $ und kann durch hochspezialisierte Strategien im Schnitt 5% Verwaltungsgebühren nehmen. Obendrauf gibt's bei guter Performance noch Extra-Gebühren.