
Intels Comeback
Als Trump im August 2025 rund 9 Mrd. $ an Steuergeldern in Intel investiert hat, war die Firma noch komplett in der Krise. KI-Chips? Abgehängt von AMD und NVIDIA. Auftragsproduktion? Hohe Ausfälle und TSMC als übermächtiger Konkurrent. Heute ist der US-Regierungsanteil 36 Mrd. $ wert, fast 30 Mrd. $ Gewinn. Die Aktie hat am Freitag rund 24% zugelegt, der stärkste Kursanstieg seit 1987.
Der Hintergrund: Intel hat die Analystenerwartungen bei Umsatz und Gewinn massiv übertroffen, weil die Nachfrage nach CPUs durch die Decke geht. Dazu kommen ein paar spannende Details:
•Yields besser als geplant: Das große Problem in der Auftragsproduktion waren lange die hohen Fehlerquoten. Intel hat sich hier schneller verbessert als gedacht und will die internen Yield-Ziele fürs Gesamtjahr schon Mitte des Jahres erreichen.
•Nachfrage frisst alles: Laut Analyst Ben Bajaran verkauft Intel inzwischen sogar Chips, die man früher wegen Fehler weggeworfen oder nur für einfachere Anwendungen genutzt hätte. Die Kunden nehmen, was sie kriegen können.
•Das Game hat sich gedreht: Vor zwei Jahren musste Intel qualitativ an TSMC rankommen. Jetzt reicht solide liefern, weil TSMC die hohe Nachfrage sowieso nicht alleine bedienen kann. Das erklärt auch, wieso am Freitag alle Chip-Aktien gestiegen sind. NVIDIA hat ein neues Allzeithoch erreicht und ist wieder über 5.000 Mrd. $ wert.
Intel selbst kommt auf rund 420 Mrd. $ Börsenwert, das ist das 80-fache vom erwarteten Gewinn. Erstmal natürlich sehr teuer. ABER: Die Bruttomarge liegt aktuell bei 40%, während TSMC und AMD beide bei 60% stehen. Analysten rechnen erst ab 2030 mit über 50% bei Intel. Wenn die Firma aber auf das Margenniveau der Konkurrenz kommt, sind das allein 50% Gewinnwachstum.