ICE + CBP = 22 Mrd. $

ICE + CBP = 22 Mrd. $

OAWS Redaktion02. Februar 2026

Um seine Abschiebungspläne durchzusetzen, hat Trump ordentlich investiert. Seit er wieder im Amt ist, haben die Einwanderungsbehörde ICE und die Grenzschutzbehörde CBP Aufträge im Wert von mehr als 22 Mrd. $ an Firmen ausgeschrieben.

Und die Ausgaben nehmen seit Trumps Big Beautiful Bill zu.

In der zweiten Hälfte des letzten Jahres hat ICE mehr als doppelt so viel für Firmenaufträge ausgegeben wie im ersten Halbjahr. Bei CBP hat sich die Zahl sogar versiebenfacht. Die Aufträge gehen dabei an ganz verschiedene Player:

Bei CBP war der größte Auftragnehmer Fisher Sand & Gravel. Die haben seit Juli über 6 Mrd. $ bekommen, um Mauern an der südlichen Grenze der USA zu bauen.

Bei ICE hat das meiste Geld CSI Aviation eingesteckt. Die Firma vermittelt private Flüge und hat alleine von ICE über 1 Mrd. $ bekommen.

Auch viele große Tech-Firmen haben indirekt von den Aufträgen profitiert. Drittanbieter wie Dell Federal Systems haben zum Beispiel Cloud-Dienste von Microsoft und Amazon im Wert von über 150 Mio. $ an die Behörden verkauft.

Viele der Verträge sind für Standard-Produkte, aber manche hängen direkt mit den neuen umstrittenen Taktiken der Behörden zusammen. Das hat bei einigen Firmen zu Widerstand bei den Mitarbeitern geführt.

Bei anderen Firmen gab's weniger Aufschrei. Das Datenanalyse-Unternehmen Palantir arbeitet schon seit über zehn Jahren mit ICE zusammen und hat seit Trumps Wiederwahl 81 Mio. $ von der Behörde bekommen. Unter anderem für Tools zur Identifizierung von illegalen Einwanderern und auch 30 Mio. $ für ein System zum Tracken von sogenannten Selbstabschiebungen.Gestern kamen dann nach US-Börsenschluss noch die Palantir-Zahlen fürs Gesamtjahr 2025 und der Umsatz ist über 50% geklettert. Die Aktie ist im nachbörslichen Handel um die 10% gestiegen, war vor der Meldung seit Anfang des Jahres aber auch schon 17% im Minus. Besonders gefeiert hat die Börse den Ausblick, der deutlich über den Erwartungen war.