-May-31-2025-08-41-09-5524-AM.png?upscale=true&width=800&upscale=true&name=image%20(37)-May-31-2025-08-41-09-5524-AM.png)
Hohns Monopol-Strategie
18,9 Mrd. $ Gewinn in einem einzigen Jahr. Chris Hohn hat mit seinem Hedgefonds TCI 2025 einen neuen Weltrekord aufgestellt. Das Spannende: Er hat das nicht mit komplexen Algorithmen oder viel Trading geschafft, sondern mit einer simplen Strategie.
•Konzentriert und langfristig: TCI hält nur 10-15 Aktien, im Schnitt 8 Jahre lang. Auf der ganzen Welt gibt es laut Hohn nur rund 200 Aktien, die er sich überhaupt anschauen würde. Durch KI werden's eher noch weniger.
•Preissetzungsmacht als Schlüssel: Hohn will nur Firmen mit nachhaltigen Wettbewerbsvorteilen. Das misst er vor allem an der Preissetzungsmacht. Drei seiner größten Positionen sind GE Aerospace, Safran und Airbus. Alles Firmen in einer extrem regulierten Branche mit kaum neuen Konkurrenten.
•Natürliche Monopole: Dazu kommen Infrastrukturfirmen wie das französische Vinci (Flughäfen, Autobahnen) oder die Eisenbahn Canadian Pacific Kansas City. Die Logik: Niemand wird eine neue Autobahn neben eine bestehende bauen.
•Microsoft rausgeschmissen: Dieses Jahr hat Hohn alle Microsoft-Aktien für 8 Mrd. $ verkauft. Der Grund: Er glaubt, dass KI-Player wie Anthropic Microsofts Preissetzungsmacht deutlich geschwächt haben.
•Moody's & S&P unter Druck? Beide Aktien sind 2025 über 10% gefallen, weil Investoren fürchten, dass KI ihre Datenangebote ersetzen könnte. Hohn bleibt entspannt. Das Kerngeschäft als Rating-Agentur basiert auf Vertrauen, das in KI-Zeiten vielleicht sogar wichtiger wird.
Neueste Wette: Die Deutsche Börse. Hohn hat sich gerade mit rund 5% beteiligt, das sind Anteile im Wert von über 2 Mrd. €. Große Börsen sind fast schon natürliche Monopole, das passt ins Schema. Spannend: 2005 war er schonmal beteiligt, hat damals eine Fusion mit der Londoner Börse blockiert und den CEO rausgeworfen.