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Hermès-Rabatt

OAWS Redaktion23. Oktober 20262 Min

40% hat die Hermès -Aktie dieses Jahr verloren. Der Börsenwert liegt nur noch bei 130 Mrd. €, das KGV bei rund 30. Klingt nicht günstig, aber der Schnitt der letzten 5 und 10 Jahre liegt bei 50.

Ist Hermès jetzt also ein Schnapper? Oder immer noch zu teuer, weil das Business doch nicht so krisenfest ist wie gedacht?

Hermès ist jahrelang wie ein Uhrwerk um die 10% gewachsen. Letztes Jahr waren's ohne Währungseffekte noch 9%, im letzten Quartal aber nur noch 4%. Im Vergleich zur Konkurrenz solide, aber die These vom zweistelligen Wachstum in jeder Marktlage geht damit nicht mehr auf.

Aber Hermès bleibt insgesamt trotzdem stabiler. LVMH, Kering und Co. haben zumindest zwischendurch in allen Regionen und Kategorien gelitten. Bei Hermès ist das Kerngeschäft mit den Taschen auch im letzten Quartal ohne Währungseffekte über 10% gewachsen. Die Produktkategorie, die die Hälfte vom Umsatz ausmacht, bleibt also stabil.

Regional sieht's gemischt aus: Europa (+7%), USA (+9%) und Japan (+10%) laufen. Das Problem ist Asien ohne Japan, also vor allem China, wo der Umsatz wahrscheinlich sogar gesunken ist. Diese Region macht aber 40% vom Umsatz aus.

Wenn die Lage dort weiter schlecht bleibt oder sich die Situation in Frankreich negativ auswirkt, ist ein weiterer Rückgang der Aktie auf ein KGV von 20 bis 25 nicht unrealistisch. Das wären nochmal 30% Verlust.

Aber die starke Performance im Lederbereich und das im Vergleich zur Konkurrenz solide Wachstum zeigen die Stärke der Marke. Die kriegt man aktuell nicht super günstig, aber günstiger als in den letzten 10 Jahren.