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Hello Kitty an der Börse

OAWS Redaktion16. Juli 20262 Min

Hello Kitty hat seit den 70ern geschätzt 80 Mrd. $ umgesetzt, mehr als Mickey Mouse oder Star Wars. Das Spannende: Die Firma dahinter ist börsennotiert. Sanrio aus Tokio kassiert bei jedem Projekt Lizenzgebühren. Wer Hello Kitty auf T-Shirts, Taschen oder Klemmbausteine drucken will, zahlt an Sanrio. Lego bringt Anfang 2027 laut Gerüchten die ersten Hello-Kitty-Sets, Warner Bros. hat für Sommer 2028 den ersten Hollywood-Kinofilm angekündigt.

Das Lizenzgeschäft ist der profitabelste Teil der Firma, weil es kaum Kapital braucht. Dazu kommen eigene Läden und zwei Freizeitparks in Japan mit Rekorden bei Besuchern und Ausgaben pro Kopf. Insgesamt: gut 1 Mrd. € Umsatz.

Was sollte man sonst wissen?

Mehr als nur Hello Kitty: Sanrio hat über 450 eigene Figuren. Bei jungen Leuten laufen Charaktere wie Kuromi und Cinnamoroll besser als Kitty selbst.

Generationswechsel als Turbo: Der Gründer hat erst 2020 mit über 90 an seinen Enkel übergeben. Der hat die Firma umgebaut: mehrere starke Figuren statt nur Hello Kitty, Digital-Deals, Expansion in Asien. Seitdem hat sich der Umsatz mehr als verdoppelt. Für dieses Jahr wird das dritte Rekordjahr in Folge erwartet.

Skandal als Belastung: Ein Manager hat über die US-Tochter rund 1,5 Mio. € an unrechtmäßiger Vergütung kassiert. Die Jahreszahlen kamen verspätet, der Manager musste gehen, der CEO hat sich öffentlich entschuldigt.

Die Aktie ist seit dem Hoch 2025 rund 30% gefallen. Zwischen 2021 und 2025 hat sie sich in der Spitze mehr als verzehnfacht. Nach dem Rücksetzer liegt der Börsenwert bei 8 Mrd. €, das ist ein KGV von 22 (im Schnitt der letzten fünf Jahre war‘s 44). Dazu gibt's rund 1,5% Dividendenrendite. Sanrio will dauerhaft den Gewinn zweistellig steigern. Schafft der Konzern das nicht, droht Enttäuschung.