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Hafenlogistik aus Finnland

OAWS Redaktion31. August 20262 Min

Wer schon mal auf den Hamburger Hafen geschaut hat, kennt die spinnenartigen Fahrzeuge, die Container von A nach B tragen. Das sind sogenannte Straddle Carrier. Die Firma, die sowas baut, heißt Kalmar, kommt aus Finnland und ist an der Börse rund 3 Mrd. € wert.

Bis 2024 hat Kalmar noch zu Cargotec gehört. Dann ist eine große Fusion geplatzt und der Konzern hat sich selbst zerlegt, weil er als Ganzes weniger wert war als seine Einzelteile. Seitdem ist Kalmar eigenständig an der Börse.

Das Prinzip: Ein Carrier fährt auf hohen Beinen über einen Container, packt ihn von oben und trägt ihn übers Gelände. So muss der teure Hafenkran nicht auf freie LKWs warten und bleibt immer in Bewegung.

Die Umsatzstruktur: 2025 hat Kalmar rund 1,7 Mrd. € umgesetzt. Knapp zwei Drittel kommen aus dem Verkauf neuer Maschinen (Carrier, Greifstapler, Gabelstapler). Das restliche Drittel, rund 600 Mio. €, kommt aus dem Service.

Der Margenvorteil: Das Servicegeschäft ist das eigentlich Spannende. Knapp 18% operative Marge im Service gegen 13% bei den Maschinen.

Das Risiko: Der größte Teil des Umsatzes hängt am Welthandel. Wird weniger gehandelt, halten Häfen ihr Geld zusammen und bestellen weniger. Den Containerzyklus steuert Kalmar nicht selbst.

An der Börse kommt die Firma auf ein erwartetes KGV von 15. Für eine Firma mit rund 5% erwartetem Wachstum nicht wahnsinnig teuer, aber auch kein Überschnapper.