Grüne Welle surfen

Grüne Welle surfen

OAWS Redaktion25. September 2025

Matcha ist im Trend. Das Exportvolumen von grünem Tee (inklusive Matcha) aus Japan hat sich seit 2020 auf über 200 Mio. € mehr als verdoppelt und wächst jährlich um über 20%. Auf Social Media befeuern Promis wie die US-Schauspielerin Emma Chamberlain den Hype zusätzlich.

Das schnelle Wachstum sorgt für Lieferengpässe und Preiserhöhungen. Der japanische Tee-Gigant ITO EN hat zum Beispiel bei einigen seiner Matcha-Produkte die Preise im September verdoppelt.

Wenn man an der Börse nach Matcha-Profiteuren sucht, landet man auch schnell beim 3 Mrd. € schweren ITO EN. Aber wie groß ist der Effekt wirklich?

Matcha-Wachstum vs. Gesamt-Wachstum: Das Matcha-Geschäft von ITO EN ist im letzten Jahr um starke 40% gewachsen, vor allem international. Das Gesamt-Wachstum des Unternehmens lag in den letzten drei Jahren aber im Schnitt nur bei 6%. Das zeigt, dass der Matcha-Anteil am Gesamtumsatz von ca. 3 Mrd. € noch sehr klein ist.

Indirekte Effekte: Es gibt auch indirekte Profiteure, wie die hauseigene Franchise-Kette Tully’s Coffee, die mit über 800 Läden die Matcha-Fans in ihre Cafés lockt. Außerdem hat ITO EN sich an dem auf Bio-Matcha spezialisierten Unternehmen „The Matcha Tokyo“ beteiligt.

Kurz gesagt: ITO EN profitiert vom Matcha-Hype, aber nur mit einem kleinen Teil des Businesses. Das Gleiche gilt für Ketten wie Starbucks oder Konzerne wie Nestlé.