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Großmeister der Kapitalallokation
AutoZone ist der größte Händler für Kfz-Ersatzteile in den USA mit fast 8.000 Filialen und rund 18 Mrd. $ Umsatz. Der entscheidende Treiber: Das Durchschnittsalter der Autos auf US-Straßen liegt auf Rekordniveau bei über zwölf Jahren. Ältere Autos brauchen mehr Ersatzteile, und weil Neuwagen und Kredite teuer sind, dürfte der Trend anhalten.
•Zwei Kundengruppen: 70% vom Umsatz kommen von Leuten, die selbst schrauben (DIY). Der Rest von Werkstätten. Das Werkstattgeschäft wächst stark, weil moderne Autos zu komplex für Hobby-Mechaniker werden.
•Burggraben durch Größe: Fast jeder Amerikaner hat eine Filiale in wenigen Minuten Reichweite. Dazu baut AutoZone sogenannte Mega Hubs auf (aktuell 156, Ziel: 300), riesige Filialen mit über 100.000 Teilen, die als lokale Lager für kleinere Standorte funktionieren.
•Letzte Zahlen gemischt: Umsatz hat im letzten Quartal zwar 8% zugelegt, aber die Erwartungen verfehlt. Die DIY-Kundenzahl ist um fast 5% gesunken, das Wachstum kam fast komplett über höhere Preise. Dazu bringen Werkstattkunden schlechtere Margen, weil sie mit Rabatten einkaufen.
•Langfristrisiko E-Autos: Deutlich weniger Verschleißteile als Verbrenner.
Was AutoZone zum Großmeister der Kapitalallokation macht: Keine Dividende, aber seit 1998 insgesamt rund 40 Mrd. $ in Aktienrückkäufe gesteckt. Das Ergebnis: +3.300% in 20 Jahren, fast 20% pro Jahr. Nach einem Kursrücksetzer kommt AutoZone mit 50 Mrd. $ Börsenwert auf ein KGV von knapp 18. Das entspricht ziemlich genau dem Schnitt der letzten 10 Jahre.