
Gold, Gold, Gold
Ein Allzeithoch nach dem anderen - so kann man das Jahr für Gold bisher zusammenfassen. Gründe gibt’s dafür gleich mehrere, wie uns Ronald-Peter Stöferle, Mitglied der Geschäftsführung und Fondsmanager beim Vermögensverwalter Incrementum, auf unserer neuen Plattform oaws.de erzählt hat.
Hier die Kurzfassung: Was steckt hinter dem Gold-Anstieg?
•Die Inflation droht auch durch erwartete Zinssenkungen der US-Notenbank wieder anzuziehen.
•Die physische Nachfrage in den Schwellenländern steigt stark an.
•Die Notenbanken kaufen Gold ohne Ende. Dreimal in Folge haben sie bereits mehr als 1.000 Tonnen pro Jahr gekauft.
Ronald-Peter Stöferle hat schon 2020 darauf hingewiesen, dass der Goldpreis im Basis-Szenario bis 2030 auf 4.800 $ steigen könnte - so weit ist es bis dahin gar nicht mehr. Sollte es ein hochinflationäres Umfeld geben, sollen seiner Meinung nach sogar 8.900 $ für Gold drin sein. Aktuell befinden wir uns seiner Meinung nach über dem Basis-, aber noch unter dem inflationären Szenario.
Der starke Goldpreis hat auch Auswirkungen auf Silber. Die Kombination aus dem Gold-Bullenmarkt, der wachsenden Nachfrage aus der Photovoltaik und einer aktuellen Unterbewertung gegenüber Gold hat seiner Meinung nach das Potenzial, den Silberpreis in den dreistelligen Bereich zu treiben.
Stöferle sagt aber auch: Der Goldmarkt ist derzeit stark überkauft und die Stimmung ist schon sehr sehr positiv. Zwar hat die Nachfrage westlicher Investoren kaum angezogen - zum Beispiel halten Family-Offices nur 2% ihrer Assets in Gold - aber eine größere Verschnaufpause würde dem Markt gut tun, bevor es weiter nach oben geht.