Gen Z = Swatch-Retter

Gen Z = Swatch-Retter

OAWS Redaktion22. Mai 2025

Swatch (WKN: 865126) ist mit seinen 16 Marken einer der wichtigsten Uhrenhersteller der Welt. Und das Business sollte Dank der Gen Z eigentlich boomen.

In einer YouGov-Umfrage vom letzten Jahr haben 36% der Befragten aus der Gen Z gesagt, dass sie bereits eine Luxus-Uhr besitzen.

Damit scheint der Nachwuchs der Uhrenhersteller gesichert. Auch die von Swatch, denn hinter Rolex ist Omega die zweitbeliebteste Marke der jungen Generation - und die gehört zur Swatch Gruppe.

Aber die Gen Z allein kann es nicht richten. Die schwache Nachfrage in China trifft Swatch, besonders bei den teuren Modellen wie Blancpain oder Breguet. Gerade an Breguet kann man das Problem von Swatch gut ablesen: In den letzten 20 Jahren hat die Luxus-Marke den Umsatz auf 220 Mio. $ halbiert, während Konkurrent Patek Phillippe den Umsatz auf 2 Mrd. $ versiebenfacht hat.

2024 ging auch der Umsatz des Gesamtkonzerns zurück, und zwar um 15% auf 8 Mrd. $. Und 2024 war nicht das erste enttäuschende Jahr. Der Umsatz vieler Marken sinkt schon seit Jahren.

Die Folge: Swatch ist heute um die 9,5 Mrd. $ wert – und damit so viel wie im Jahr 2009.

Ein weiteres Problem: Dass Swatch nicht stärker vom Uhren-Hype der jungen Generation profitiert, liegt laut vielen Aktionären am Mismanagement von Nick Hayek. Dem gehören allerdings 45% der Stimmrechte und er hat wenig Bock auf Börse - 2012 hat er mal einen Geschäftsbericht auf Schweizerdeutsch gedruckt, um Investoren zu ärgern. Er verkauft Uhren und keine Aktien, meinte er dazu in einem Interview.

Und daran wird sich so schnell nichts ändern. Der aktivistische Investor Steven Wood wollte diese Woche in den Aufsichtsrat von Swatch und dort einiges umkrempeln. Sein Antrag wurde allerdings abgelehnt.