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Garmin setzt sich durch

OAWS Redaktion16. Oktober 20262 Min

Die Garmin-Aktie hat sich seit 2023 fast verdreifacht. Dieses Jahr nochmal +30%, trotz schwieriger Wirtschaftslage. Und das in einer Branche, wo junge Konkurrenz (Whoop, Oura), mächtige Player (Apple) und günstige China-Anbieter gleichzeitig Druck machen.

Radikaler Umbau: Als CEO Clifton Pemble 2013 übernahm, kamen fast 60% vom Umsatz aus Autoprodukten. Heute sind es unter 10%. Fitness und Outdoor machen jetzt über 60% aus. Der Gesamtumsatz hat sich in der Zeit fast verdreifacht.

•Unterschätzte Sparten: Garmin verkauft nicht nur Uhren. Das Geschäft mit Booten (Kartenplotter, Fishfinder) und Flugzeugen (Cockpit-Systeme) hat sich versechsfacht bzw. verdreifacht. Das Flugzeugbusiness kommt auf 75% Bruttomarge, weil Zulassungen so lang dauern, dass Konkurrenz nicht so schnell reinkommt.

•Gemischtes Momentum: Der Fitnessbereich mit Laufuhren wächst weiter über 25%. Das Outdoor-Geschäft schwächelt allerdings, die Umsätze sind dort zuletzt sogar gesunken.

•Konstantes Management: CEO Pemble hat 1989 als sechster Mitarbeiter angefangen. Unter seiner Führung hat Garmin den kompletten Wandel vom Auto-GPS-Hersteller zur Fitness- und Outdoor-Firma geschafft.

Mit 50 Mrd. $ Börsenwert kommt Garmin auf ein KGV von fast 30. Wenn alle Bereiche weiter um die 10% pro Jahr wachsen, kann man die Bewertung verstehen. Viel höher dürfte das Multiple aber kaum gehen.

Das heißt: Die Aktie steigt dann nur noch so schnell wie der Gewinn. Und gleichzeitig besteht das Risiko, dass die Börse ihre Meinung ändert. Genau das hat die Lindt-Aktie dieses Jahr zum Einsturz gebracht, als das KGV einfach zusammengefallen ist, ohne dass sich am Business viel geändert hat. Dieses Risiko geht man bei Garmin aktuell mit ein.