
Fliegende Preise
Fliegen wird immer teurer - auch für Airlines. Allein der Überflug über Deutschland kostet Airlines dieses Jahr 27% mehr, Starts und Landungen sogar +40%. Schuld sind teurere Flugsicherung, CO₂-Zertifikate und strengere Lärmschutzauflagen.
Das Problem: Airlines wälzen zwar vieles auf uns Passagiere ab, aber nicht alles. Eine Analyse des US-Verkehrsministeriums zeigt: Delta, United, American und Southwest haben zwischen 2021 und 2024 im Schnitt nur 5,51 $ Gewinn pro Passagier gemacht – fast drei Viertel weniger als vor Corona.
Um zu überleben, zapfen Airlines deshalb immer mehr Nebenquellen an:
•Baggage & Seat Fees: Delta und American kassieren je 1,5 Mrd. $ pro Jahr allein fürs Gepäck – plus Sitzplatz-Upgrades, Lounge-Zugang und Bordverpflegung.
•Kreditkarten-Deals: Delta hat im Q1 Bonusmeilen im Wert von 2 Mrd. $ an AmEx verkauft - davon bleiben rund 50% als Gewinn hängen.
Neuester Hoffnungsträger: KI-Preise. Delta will Ende 2025 rund 20% der Ticketpreise von einer KI berechnen lassen. Das System checkt Zahlungsbereitschaft, Nachfrage, Konkurrenzpreise – und kann laut Studien die Erlöse pro Sitz um 9% steigern.
Gut gebrauchen können es die Fluggesellschaften in jedem Fall, weil die Kurse der großen Ami-Airlines seit Jahresanfang alle zwischen 10% und 50% im Minus liegen.