
Ferrari der Meere
Trotz aller Krisen hat der Superyacht-Markt 2025 geboomt: Fast 600 Yachten über 30 Meter wurden verkauft, über 20% mehr als im Vorjahr. Die teuerste? 793 Mio. $. Die längste? Die deutsche Flying Fox aus der Lürssen-Werft mit 136 Metern.
Spannender als die Stückzahlen ist aber ein Trend, den man von Ferrari kennt: Personalisierung. Kunden wollen individuelle Farben, Ausstattungen, Sonderwünsche. Die Margen darauf sind stark. Und im Yachten-Business kann man davon an der Börse profitieren.
•Sanlorenzo aus Italien ist börsennotiert, rund 1 Mrd. € wert und zahlt ca. 3% Dividende. Fast 25% vom Umsatz kommen schon aus Personalisierungen. Beispiel: Eine 74-Meter-Yacht für einen Kanadier, der einen großen Baum und ein Aquarium an Bord wollte. Preis: über 100 Mio. €.
•Krisenresistente Kunden: Auf die Frage nach steigenden Energiekosten meinte der CEO: Wer ein Boot für über 10 Mio. € kauft, macht sich keine Sorgen um Spritkosten. Stammkunden kaufen alle 4,5 Jahre eine neue Yacht, die im Schnitt 76% teurer ist als die vorherige.
Das Werften-Business hat Tücken. Einzelne Projekte sind riesig (eine Yacht kann 10% vom Umsatz ausmachen), und lange Produktionszeiten haben Kostenrisiken. Dafür gibt's Sanlorenzo für ein KGV von 10. Ferrari steht bei über 30. Und CEO Massimo Perotti hat die Firma 2005 für 40 Mio. € Umsatz gekauft und auf über 1 Mrd. € skaliert.